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Neue Studie: Das Laden von E-Mobilen in Mehrparteienhäusern ist machbar
29.01.2026 — Für ein Gelingen der Energie- und Verkehrswende ist es notwendig, flächendeckend Elektrofahrzeuge im privaten Umfeld laden zu können. Dieser Herausforderung widmet sich das Förderprogramm „IKT für Elektromobilität“, das der DLR Projektträger seit 2009 im Auftrag des BMWE verantwortet.
Im Rahmen des Förderprogramms wurden unter anderem die Projekte „SharedAC“, „ELEMENT“ und „WINNER final“ durchgeführt. Sie präsentieren innovative Lösungen, die auf die besonderen Herausforderungen der Wohnungswirtschaft abgestimmt sind. Die aktuell veröffentlichte Studie „Laden in Mehrparteienhäusern“ (2025), die das Fraunhofer ISI im Auftrag des BMWE realisiert hat, beschreibt Lösungen wie SharedAC und ELEMENT als praxisnahe und wirtschaftlich tragfähige Modelle. Sie unterstreicht, dass die Umsetzung von Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern durch rechtliche, wirtschaftliche und technische Herausforderungen maßgeblich beeinflusst wird. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass geteilte Ladelösungen nicht nur für Mieterinnen und Mieter attraktiv sind, sondern auch die Attraktivität von Wohnstandorten erhöhen können.
Unterschiedliche Projekte für Herausforderungen der Wohnungswirtschaft
SharedAC ermöglicht das Teilen von Ladepunkten in Wohnquartieren durch eine plattformbasierte Lösung, die geringe Investitionskosten, einen Hausstromtarif und eine App-Steuerung kombiniert. Das Projekt ELEMENT verknüpft in einer Wohnungsgenossenschaft Ladeinfrastruktur mit einem bestehenden Gebäude-Energiemanagementsystem, um Netzanschlusskosten zu mindern und bestehende Ressourcen bestmöglich zu nutzen. WINNER FINAL beschäftigt sich mit dynamischem Last- und Lademanagement und der Integration von bidirektionalen Ladepunkten in Micro Smart Grids. Dies ermöglicht, die Batterie eines Elektrofahrzeugs als Energiespeicher zu nutzen, um Lastspitzen abzufangen und Fahrzeuge netzdienlich laden zu können.
Die Projekte verfolgten unterschiedliche Lösungsansätze, die spezielle Herausforderungen der Wohnungswirtschaft adressieren. Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse sind übertragbar und lassen sich auf einen großen Teil der realen Wohnsituation in Mehrparteienhäusern anwenden. Der Wohnungswirtschaft liefern sie wichtige Impulse, ihren Kundinnen und Kunden einen Mehrwert anzubieten.
IKT-basierte Systemlösungen für intelligente Netze gesucht
Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind Schlüssel für die Elektromobilität. Mit ihnen werden heute alle wichtigen Funktionen im Elektrofahrzeug gesteuert; gleichzeitig bilden sie die Grundlage für die Integration der Fahrzeuge in zukünftige intelligente Energie- und Verkehrssysteme.
Ziel des BMWK-Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität“ ist es, die Entwicklung und Erprobung IKT-basierter Lösungskonzepte und innovativer Systemlösungen der Elektromobilität zu fördern und dabei die verschiedenen Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle intelligent miteinander zu vernetzen.
Moderne Mobilität: DLR Projektträger bietet übergreifende Expertise
Der DLR Projektträger gestaltet die nachhaltige und ganzheitliche Verkehrswende seit Jahren mit. Gemeinsam mit seinen Auftraggebern definiert er Forschungsschwerpunkte mit Fokus auf Elektromobilität und Verkehr. Erfahrene Mitarbeitende aus unterschiedlichen Kompetenzfeldern wie Verkehrssteuerung, Mobilität und Künstliche Intelligenz bringen in interdisziplinären Teams ihre Expertise zu Umwelt-, Energie- und Verkehrsfragen ein. Zudem berät und unterstützt der DLR Projektträger seine Kunden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung. Mit dem Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität“ des BMWE betreut der DLR Projektträger eine wesentliche Fördermaßnahme, die Bausteine für neue Verkehrssysteme bildet.