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Digitalisierung gestalten – Erfolgsfaktoren der Modelprojekte Smart Cities

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Der DLR Projektträger betreibt die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) – im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
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Gruppenbild
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem KTS-Team auf dem Stand des BMWSB auf der Smart Country Convention 2025 in Berlin
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Viele Kommunen wollen sich digital erfolgreich aufstellen und zu einer „Smart City“ werden. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) hilft ihnen dabei. Der DLR Projektträger steuert die KTS federführend im Auftrag des Bundesbauministeriums. Das sind die Erfolgsfaktoren für smarte Städte und Regionen in Deutschland.

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Wohnraum schaffen, dem Klimawandel begegnen, nachhaltige Mobilität organisieren – Kommunen stehen heute vor einer Vielzahl komplexer Aufgaben. Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle; nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für Transformation und Innovation für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Damit digitale Lösungen in Kommunen langfristig wirken, sollten sie strategisch eingebettet sein, organisatorisch getragen werden und über einzelne Projekte hinaus anschlussfähig bleiben. „Smart City“ ist deshalb weniger eine technische als vielmehr eine Steuerungs-, Organisations- und Kommunikationsaufgabe.

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Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS)
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Als zentrale Anlaufstelle für die Modellprojekte Smart Cities (MPSC) und alle Kommunen in Deutschland gestaltet und steuert die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) den Transfer von Smart-City-Lösungen in die breite kommunale Praxis, im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Sie wird seit 2021 von einem Partnerkonsortium gestellt, in dem sich unter Federführung des DLR Projektträgers Kompetenzen in den Bereichen Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Digitale Transformation vereinen.

Die KTS begleitet 73 geförderte Modellprojekte Smart Cities (MPSC) fachlich, unterstützt Kommunen bei Strategie- und Umsetzungsfragen und trägt die gewonnenen Erkenntnisse in die Breite. Zentrale Aufgaben sind Beratung, Wissenstransfer, Begleitforschung sowie der Aufbau und Betrieb einer bundesweiten Wissens- und Vernetzungsplattform.

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Das Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MSPC) vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt Kommunen seit 2019 auf dem Weg zur smarten Stadt und Region. Ziel ist es, Kommunen Raum für Experimente zu geben und zugleich Lösungen hervorzubringen, die übertragbar sind und andernorts weiterwirken können. Im Rahmen dieses Förderprogramms entstand die KTS als Konsortium aus Politik, Stadtentwicklung und Forschung. Der DLR Projektträger hatte sich im Wettbewerb um diesen Auftrag als federführender Partner der KTS beworben und erhielt den Zuschlag. Seit 2021 bringt er seine Expertise im Forschungs- und Fördermanagement sowie in der integrierten Stadt- und Regionalentwicklung in die Begleitung der Modellprojekte mit ein. 


 

Messestand

Das können Smart Cities: erfolgreiche Projektbeispiele aus dem Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities. Zum Artikel

 


Vier Jahre Wirkung: Vom Experimentierort Smart City zur gemeinsamen Praxis

Die zentralen Ideen des Bundesförderprogramms waren von Anfang an klar: Die Modellprojekte Smart Cities sollen ihr Wissen teilen, Open-Source-Prinzipien verfolgen und sich am Austausch und Wissenstransfer beteiligen. Mit dem Ziel, ihre Lösungen so zu entwickeln, dass sie unkompliziert von anderen Kommunen übernommen, an deren Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt werden können. 

Eine aktuelle Befragung im Rahmen des Projektmonitorings zeigt, dass dieser Ansatz trägt. Aus 1.923 erstmals erhobenen Datensätzen geht hervor: Im Zuge des MPSC-Förderprogramms konnten insbesondere Grundlagen für eine datengestützte Stadtentwicklung erarbeitet werden – also für eine Stadtentwicklung, die mit Hilfe von Daten besser verstehen kann, was vor Ort passiert, um darauf aufbauend, klügere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dafür haben die MPSC digitale Infrastrukturen aufgebaut, wie Datenplattformen, Sensorik oder LoRaWAN, eine Funktechnik, mit der sich kleine Datenmengen über große Entfernungen und mit wenig Energie übertragen lassen. So konnten die Kommunen Daten beispielsweise auch für digitale Zwillinge und deren Einsatz in integrierten Stadtentwicklungsprozessen nutzbar machen. Außerdem ließen sich in den letzten vier Jahren wertvolle Übertragungseffekte sowohl innerhalb der Verwaltungen als auch zwischen den MPSC und nicht geförderten Kommunen beobachten. Zu solch Effekten kam es dabei in erster Linie beim elementaren Wissens- und Erfahrungstransfer in der kommunalen Landschaft, aber ebenso auch hinsichtlich der Nachnutzung von entwickelten Lösungen und Angeboten.


 

Podium

Gute Kommunikation für Smart Cities: Der DLR Projektträger treibt den Transfer voran. Mit einer Austauschplattform und Veranstaltungen rund um die Modellprojekte Smart Cities. Zum Artikel

 


Offene Standards: Digitale Souveränität als Leitprinzip

Um die Übertragbarkeit von digitalen Lösungen zu erleichtern, setzen viele Modellprojekte gezielt auf offene Standards und Open Source. Das Open-Source-Gebot des Förderprogramms stärkt damit die digitale Souveränität von Bund, Ländern und Kommunen. Offene Standards, Interoperabilität und Entwicklungsorientierung ermöglichen es, Abhängigkeiten zu reduzieren und Lösungen gemeinschaftlich weiterzuentwickeln. Die KTS hat mit dazu beigetragen, die Vorteile dieser Standards und Open-Source-Nutzungen sichtbar zu machen, kommunale Anwender und Netzwerke von diesem Mehrwert zu überzeugen.

Viele Anwendungen und Konzepte aus den MPSC setzen also bereits in anderen Städten und Regionen neue Impulse. Allein bis Ende 2025 wurden Smart-City-Lösungen knapp 300-mal in andere Kommunen übertragen. Aus diesen Erfahrungen lässt sich ableiten: Digitale Transformation gelingt dort besonders gut, wo strategische Orientierung, Vernetzung, Wissenstransfer und Kommunikation zusammenspielen. Oder, kurz gesagt: Erfolg ist im Smart-City-Kontext, wenn andere es nachmachen!

Quote sign

„Die Modellprojekte Smart Cities entwickeln vielfältige digitale Lösungen für ein breites Spektrum an stadtentwicklungspolitischen Anforderungen. Aktuell sind sie auch Vorreiter darin, Lösungen anderer Modellprojekte bei sich einzusetzen. Die dabei gemachten Erfahrungen bilden die Grundlage für die Verbreitung an alle Kommunen in Deutschland.“
 

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Michael Huch, DLR Projektträger
Quotee position
Projektleiter der KTS
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Diese Leistungen bietet der DLR Projektträger als Konsortialführer der KTS den Modellprojekten Smart Cities:

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Projektleitung, Programmsteuerung und Weiterentwicklung Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Im Auftrag des Bauministeriums (BMWSB) steuert der DLR Projektträger seit Juli 2021 als Konsortialführer die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS). Zu den Aufgaben der Projektleitung gehören die strategische Planung und Steuerung des Gesamtprogramms, die Abstimmung zentraler Arbeitsschritte im Konsortium sowie die Organisation der Zusammenarbeit zwischen Bund, Konsortialpartnern und Modellprojekten. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Programmbegleitung, dem Monitoring und dem Austausch mit den Kommunen fließen zugleich in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Förderprogramms ein.

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Beratung Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Die Beratung des Projektbüros der KTS fördert als strukturierender Verstärker die kommunale Handlungsfähigkeit. Das Projektbüro begleitet die Modellprojekte während ihres gesamten Transformationsprozesses – von der Strategieentwicklung über die Umsetzung bis zur Verstetigung von Lösungen. Es beantwortet fachliche und organisatorische Einzelfragen, unterstützt bei der nachhaltigen Implementierung und Skalierung von Anwendungen und ordnet technologische Entwicklungen sowie Fördermöglichkeiten für die kommunale Praxis ein.

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Programmbegleitung Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Neben der individuellen Beratung der Kommunen begleitet die KTS unter der Federführung des DLR Projektträgers auch das Gesamtprogramm strategisch. Sie bündelt Rückmeldungen aus der Zusammenarbeit mit den Modellprojekten, analysiert Entwicklungen und identifiziert strukturelle Erfolgsfaktoren für Smart-City-Initiativen. Auf dieser Basis entstehen praxisnahe Empfehlungen – für Kommunen ebenso wie für die Weiterentwicklung von Förderinstrumenten und politischen Rahmenbedingungen.

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Monitoring Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Ein zentrales Instrument der Programmsteuerung ist das Monitoring der Entwicklungen der Modellprojekte Smart Cities. Die KTS erhebt und analysiert systematisch Daten zu Fortschritten, Herausforderungen und Wirkungen der geförderten Modellprojekte und ihrer Maßnahmen.

Ein systematisches Monitoring ermöglicht es, Fortschritte, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe im Förderprogramm frühzeitig zu erkennen. Durch regelmäßige Erhebungen, Datenauswertungen und Analysen entsteht ein Gesamtbild der Entwicklungen in den Modellprojekten Smart Cities. Die Ergebnisse fließen direkt in Beratungsangebote, Austauschformate und die Weiterentwicklung des Programms ein.

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Wissenstransfer und Veranstaltungen Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Im Rahmen der KTS organisiert und koordiniert der DLR Projektträger den fachlichen Austausch und Wissenstransfer zwischen den Modellprojekten Smart Cities sowie weiteren Kommunen, Wissenschaft, Politik und Praxis. Dazu konzipiert, koordiniert und organisiert die KTS zahlreiche Veranstaltungs- und Transferformate – darunter Regionalkonferenzen, Fachkongresse und Messeauftritte. Außerdem bündelt und strukturiert die KTS Erkenntnisse aus den Modellprojekten und macht sie über die Wissens- und Vernetzungsplattform „Smart City“ Dialog zugänglich, als Praxisbeispiele, Lösungssteckbriefe, Studien oder Hintergrundinformationen. So entsteht ein kontinuierlicher Wissenstransfer, der erfolgreiche Ansätze sichtbar macht und ihre Nachnutzung in anderen Kommunen erleichtert.

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Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Pfeil der den Zusand des Detailelemnts angibt.
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Die im DLR Projektträger angesiedelte KTS-Chefredaktion macht die Erfahrungen, Lösungen und Erkenntnisse aus den Modellprojekten Smart Cities sichtbar und übernimmt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Auftrag der KTS. Dazu gehören die Konzeption, Koordination und redaktionelle Betreuung von fachlichen Beiträgen, Publikationen und Inhalten in digitalen wie analogen Kanälen sowie die kommunikative Begleitung von Veranstaltungen und Zuarbeiten zu Beiträgen der Auftraggeber. Durch eine zielgruppengerechte Kommunikation werden Erkenntnisse aus den Modellprojekten für Kommunen, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Arbeit der KTS-Chefredaktion stärkt somit den fachlichen Diskurs zur digitalen Stadtentwicklung und trägt dazu bei, erfolgreiche Ansätze bundesweit sichtbar zu machen und ihre Verbreitung zu unterstützen.

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