Titel
Menschen erreichen: Kommunikation und Vernetzung für smarte Kommunen
Wissenstransfer beginnt dort, wo Erfahrungen auffindbar und nutzbar werden – und wo der Nutzen und Mehrwert von digitalen Lösungen und Smart-City-Projekten greifbar und verständlich wird, für Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik. Der DLR Projektträger hat dafür, seinem Tochterunternehmen, gemeinsam mit dem Konsortialpartner IQIB (Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung), die Wissens- und Vernetzungsplattform „Smart City Dialog“ aufgebaut. Der DLR Projektträger verantwortet den technischen Betrieb, die kontinuierliche Weiterentwicklung sowie die redaktionelle Betreuung der Plattform. Diese bündelt Ergebnisse aus den Modellprojekten Smart Cities, strukturiert sie thematisch und macht sie für Kommunen bundesweit zugänglich. Smart City Dialog ist dabei mehr als ein reines Informationsangebot. Die Plattform dient als Einstiegspunkt für Austausch und Zusammenarbeit. Kommunen können sich hier informieren, inspirieren lassen und andere Kommunen kontaktieren.

Das können Smart Cities: erfolgreiche Projektbeispiele aus dem Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities. Zum Artikel
Im Vordergrund steht der praktische Nutzen für Kommunen. Auf Smart City Dialog finden sie deshalb „Smart City Lösungen“ in Form von Steckbriefen: praxisnah erprobte, kuratierte Anwendungen aus den MPSC, inklusive Angaben zu Rahmenbedingungen und Hinweisen zur Nachnutzung. Sie zeigen konkret, welche Lösungen bereits funktionieren und wie andere Kommunen davon profitieren können. Ein Beispiel: BaKIM (Bamberger KI-Management) ist eine übertragbare Lösung, die zeigt, wie künstliche Inteliligenz und Digitalisierung die Pflege der Bamberger Wälder und Grünflächen unterstützen kann. Sie verbindet die Auswertung von Drohnen- und Satellitenbildern mit Klimadaten, zeigt dadurch den Zustand des Forst- und Baumbestands und ermöglicht eine vorausschauende Baumpflege.
Um konkreter bei speziellen, für viele Kommunen interessanten Projekten voranzukommen, arbeiten in den Arbeits- und Entwicklungsgemeinschaften viele MPSC als Community kontinuierlich an gemeinsamen Themen, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln zusammen eigene Lösungen weiter.

Erfolgsfaktoren der Modellprojekte Smart Cities: Die Leistungen des DLR Projektträgers für das Bundesförderprogramm MPSC. Zum Artikel
Kooperationen und Veranstaltungen: Wie Kommunen voneinander lernen
Ergänzt werden die Angebote der Koordinierungs- und Transferstelle der Modellprojekte Smart Cities (KTS) zum Wissenstransfer durch Veranstaltungsformate, die Vernetzung verdichten und Ergebnisse zusammenführen. Regionalkonferenzen, ein halbjährlich stattfindender MPSC-Kongress und Messeauftritte auf der Smart Country Convention in Berlin bringen Akteure aus Kommunen, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Sie bieten Raum, Erkenntnisse einzuordnen, Perspektiven zu erweitern und neue Kooperationen anzustoßen.
Die Regionalkonferenzen der Modellprojekte Smart Cities sind zentrale Austauschformate für Kommunen, Bund, Länder sowie weitere Akteure der Stadt- und Regionalentwicklung. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen organisiert die KTS regelmäßig Regionalkonferenzen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Sie bieten Raum für Wissenstransfer, Praxisbeispiele, Diskussionen und Vernetzung – und zeigen, wie Smart-City-Lösungen gemeinsam weiterentwickelt und nachgenutzt werden können.
Die Termine der nächsten Regionalkonferenzen:
- 25. März 2026: 26. Regionalkonferenz der Modellprojekte Smart Cities in Kempten (Allgäu) – Thema: Smart Data, Smart City? Mit neuen Datenwelten die Stadtplanung verändern
- 16. April 2026: 27. Regionalkonferenz Smart Cities in Guben – Thema: Verstetigung im Fokus – Die Smart City zukunftsfest aufstellen
Innovationen entfalten ihre Wirkung erst dann vollständig, wenn sie geteilt, weiterentwickelt und an neue Kontexte angepasst werden. Die KTS, unter Federführung des DLR Projektträgers, schafft dafür die strukturellen Voraussetzungen: durch Austauschformate, strategische Beratung und Begleitung, Wissenstransfer und Kommunikation. Die Beispiele zeigen, wie dieser Transfer in die Praxis gelingt: der HAL-Plan in Halle (Saale), die Plattform Urban.KI, initiiert von Gelsenkirchen, die open-source-basierte „City App“ aus Solingen, sowie die regionale interkommunale Kooperation im „Südwest-Cluster“.
So entsteht eine wachsende Community, in der Wissen nicht stehen bleibt, sondern weitergegeben und praktisch nutzbar gemacht wird. Die KTS schafft dafür die strukturellen Voraussetzungen und sorgt dafür, dass Vernetzung konkret geschieht und Früchte trägt.
Wissen zu teilen und Kommunen zu vernetzen ist somit die zentrale Voraussetzung für eine wirksame digitale Transformation. Damit Lösungen dauerhaft greifen, müssen Ziele und Nutzen jedoch auch innerhalb der Verwaltung, in der politischen Entscheidungsfindung und gegenüber der Stadtgesellschaft verständlich vermittelt werden.
Der achte Kongress der Modellprojekte Smart Cities bringt Politik, Kommunen und Praxis in Berlin zusammen. Im Fokus steht die Frage, wie aus innovativen Projekten dauerhafte Strukturen, Sichtbarkeit, Wirkung und politische Relevanz entstehen. Es geht um erfolgreiche Lösungen, neue Perspektiven und einen offenen Austausch der Smart-City-Community – über das Förderprogramm hinaus.
Gekommen, um zu bleiben: Vom Machen ins Wirken – MPSC-Kongress in Berlin
Kommunikation und Teilhabe: Smart City verstehen, Menschen erreichen
Die Idee einer smarten Stadt oder Region beinhaltet mehr als fachliche oder technische Aufgaben. Es geht um Veränderungsprozesse, die viele Zielgruppen betreffen – von Politik bis Verwaltung, von Wirtschaft bis Bürgerschaft. Es ist deshalb wichtig, diese komplexen Prozesse greifbar, anschaulich und verständlich zu kommunizieren, um die Menschen zu erreichen, Vertrauen zu stärken und um ihr Verständnis und ihre Akzeptanz für den digitalen Wandel zu stärken.
Ein zentraler Ansatzpunkt der Arbeit der KTS in den vergangenen Jahren waren und sind deshalb der Ausbau des Wissenstransfers sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Kommunen und Fachöffentlichkeit. Für diese Aufgabe bringt die KTS-Chefredaktion des DLR Projektträgers ihre Erfahrungen in zielgruppengerechter, professioneller Kommunikation ein – von der strategischen Planung über redaktionelle Konzepte bis zur Umsetzung in unterschiedlichen Formaten. So werden Inhalte verständlich aufbereitet und der Dialog aktiv gestaltet, zum Beispiel durch proaktive Pressearbeit, durch die redaktionelle Betreuung von Fachpublikationen, Blogbeiträgen oder des LinkedIn-Kanals „Smart City Dialog“. Die KTS öffnet für Kommunen den Raum, Kommunikation als strategischen Bestandteil von Smart-City-Prozessen zu verstehen und zu verankern. Gute Kommunikation zeigt, warum digitale Lösungen eingeführt werden, welchen Mehrwert sie bieten und wie sie den Alltag in der Stadt konkret verbessern.
Wirkung über die Förderung hinaus
Viele der in den Modellprojekten Smart Cities erprobten Ansätze zeigen, dass das Förderprogramm wichtige Impulse gesetzt hat, die das Leben in vielen Städten und Regionen nachhaltig verbessern. Überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Wissen teilen und Strukturen so aufbauen, dass Neues Bestand haben und langfristig weitergeführt werden kann. Die MPSC zeigen, wie wichtig dafür verlässliche Begleitung, Orientierung und Austausch sind. Am Ende sind es vor allem die engagierten Akteure vor Ort, die den Unterschied machen: Teams in den Verwaltungen, die neue Wege gehen, voneinander lernen und digitale Lösungen in den Alltag überführen – oft unter herausfordernden Rahmenbedingungen.
Die KTS hat diese Prozesse von Anfang an unterstützt und vorangebracht. Sie hat die digitale Transformation der Kommunen in Deutschland strategisch begleitet und sichtbar gemacht. Sie befähigt Kommunen, vernetzt Akteure, strukturiert Wissen und fördert übertragbare Lösungen. Dadurch entstehen aus Modellprojekten nachhaltige Wirkungen für eine gemeinwohlorientierte, zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung.