Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort
17.06.2026 — Im Mittelpunkt der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement vom 16. bis zum 17. Juni 2026 steht die Frage, wie Kommunen gemeinsam mit bildungsrelevanten Akteurinnen und Akteuren allen Menschen vor Ort – unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebenslage – Zugänge zu besseren Bildungschancen ermöglichen können.
Kooperativer Föderalismus und die Bedeutung der Kommune
Mit einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden direkt zu Beginn der Bundeskonferenz ihre Verantwortung für bessere Bildung vor Ort. Bildungsgerechtigkeit sei demnach ein zentrales Ziel, auf das Akteurinnen und Akteure auf allen Ebenen mit ihren Programmen, Maßnahmen und ihrem Engagement hinarbeiten. Wie das konkret umgesetzt werden könnte, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Ländern und Kommunen mit Staatssekretärin Dr. Petra Bahr auf dem Podium.
Die Diskussion machte deutlich, warum die kommunale Ebene für Bildungsgerechtigkeit so wichtig ist: Bund und Länder setzen wichtige Rahmenbedingungen, doch Bildung findet dort statt, wo Menschen leben: vor Ort. Genau hier setzt das kommunale Bildungsmanagement an. Durch datenbasierte Planung, strategische Steuerung und den Aufbau von Kooperationen und Netzwerken können Kommunen Bildungsangebote besser auf die Bedarfe der Menschen vor Ort abstimmen, Zugänge zu Bildung gestalten und damit Teilhabechancen verbessern.
Kommunale Handlungsfelder für mehr Bildungsgerechtigkeit
Daraus ergeben sich zahlreiche Handlungsfelder, die im weiteren Verlauf des ersten Konferenztages in verschiedenen Formaten betrachtet wurden. In ihren Keynotes gaben Prof. Dr. Marcel Helbig vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe und Prof. Dr. Viola Georgi von der Universität Hildesheim Einblicke in die wissenschaftliche Debatte um Bildungsgerechtigkeit. Anschließend konnten die Teilnehmenden in Fishbowl-Diskussionen und auf einem Markt der Möglichkeiten miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen.
Am zweiten Konferenztag erwartet die Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit kommunalen Lösungsansätzen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Im Fokus stehen praxisnahe Einblicke in zentrale Handlungsfelder und die Potenziale des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements. Dabei geht es u.a. um den Abbau von Barrieren in der frühen Bildung, über die bewusste Gestaltung kommunaler Räume bis hin zur wirkungsorientierten Steuerung als Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit.
DLR Projektträger überzeugt mit fachlicher Expertise und professioneller Organisation
Alle zwei Jahre bringt die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) als zentrale Programmveranstaltung Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie aus Bundes- und Landeministerien zusammen, um den Austausch und Fachdiskurs zum kommunalen Bildungsmanagement zu stärken. Der DLR Projektträger hat auch in diesem Jahr ein vielseitiges Konferenzprogramm erstellt und rund 150 Mitwirkende darin eingebunden. Er hat die Veranstaltung sowohl fachlich konzipiert als auch organisatorisch koordiniert. Durch die gelungene Kombination aus abwechslungsreichen Formaten und fundierter Expertise zu den aktuell brennendsten Fragen war die Konferenz mit 500 Teilnehmenden ausgebucht.
Die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement hat durch die Erklärung von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden dieses Jahr eine besonders große Stahlkraft. Mit unserem Team setzen wir nicht nur im Auftrag des BMBFSFJ die Veranstaltung um, sondern sorgen auch dafür, dass die Ergebnisse der Konferenz in die Praxis Einzug erhalten.
Die Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement
Gemeinsam mit dem BMBFSFJ (früher BMBF) hat der DLR Projektträger seit 2014 eine Community zum kommunalen Bildungsmanagement aufgebaut. Diese besteht heute aus mehr als 300 bundesdeutschen Kommunen, kommunalen Spitzenverbänden, Bundesländern, statistischen Ämtern, Stiftungen sowie Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Der DLR Projektträger koordiniert die Programmstelle der „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“.
Neben der Umsetzung der aktuellen Förderrichtlinien „Bildungskommunen“ und „Ganztag in Bildungskommunen“ steuert und koordiniert das Team der Transferinitiative ein Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement. Dieses begleitet Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer Bildungslandschaften und bereitet wichtiges Transferwissen auf. Darüber hinaus setzen die Expertinnen und Experten des DLR Projektträgers die Fachkommunikation auf der Programm-Website und der Wissensplattform www.lotta-bildung.de um, erstellen programmbegleitende Publikationen und organisieren Fachveranstaltungen. Sie wirken außerdem kontinuierlich an der Weiterentwicklung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements in der bildungspolitischen Diskussion mit.