Statuskonferenz „OER im Blick 2026 – Welcome to the Jungle“

Impressionen der Statuskonferenz

Open Educational Resources (OER) bieten eine Vielfalt an frei zugänglichen Bildungsmaterialien. Auf der Statuskonferenz „OER im Blick“ diskutierten Expertinnen und Experten zentrale Fragen rund um den Einsatz und die Qualitätssicherung von OER. Der DLR Projektträger konzipierte das vielseitige und innovative Programm im Auftrag des BMBFSFJ.

29.04.2026 — Am 28. und 29. April haben sich rund 250 Beteiligte am Programm „Offene Bildungsmedien und digitale Lernräume“ auf der bereits dritten Statuskonferenz „OER im Blick“ auf eine gemeinsame Expedition durch das vielfältige OER-Ökosystem begeben. Teilgenommen haben auch Gutachtende und Gremien zur Fortentwicklung der OER-Strategie sowie weitere Impulsgebende zu den aktuellen Entwicklungen im Kontext von OER.

Was sind OER und OEP?

Ob Texte, Bilder, Videos, digitale Kurse oder Spiele: Open Educational Resources (OER) ermöglichen weltweit einen breiteren Zugang zu wichtigen Bildungsressourcen. Sie können zu einem Bildungsausgleich beitragen und damit helfen, wichtige bildungspolitische und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen.

Open Educational Practice (OEP) sind Ansätze im Bildungsbereich, die offene Bildungsressourcen (OER) gezielt nutzen. Sie fördern kollaboratives Lernen, Wissensaustausch und die partizipative Mitgestaltung von Lerninhalten. Ziel ist es, Bildung zugänglicher, transparenter und inklusiver zu machen.

In diesem Jahr fand die Statuskonferenz in Köln im smartville unter dem Motto „Welcome to the Jungle“ statt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) konzipierte der DLR Projektträger ein vielfältiges Programm mit innovativen Formaten und übernahm einzelne Moderationen. In interaktiven Workshops, Meetups und Vorträgen tauschten sich die Teilnehmenden über Best Practices aus. Die 32 Formate widmeten sich unter anderem folgenden Themen:

  • die Rolle von OER in einer zunehmend komplexen, dynamischen und heterogenen Bildungslandschaft
  • Kollaboration und Open Educational Practices (OEP)
  • Qualitätskriterien für OER
  • OER und offene Bildungspraktiken in der Lehrkräftebildung
  • OER in der Beruflichen Bildung
  • OER-Kommunikation und Social Media
  • aktuelle Entwicklungen der KI-Bildung an Schulen
  • Qualitätskriterien in OER-Communities und Bildungspraxis
  • Internationale Zusammenarbeit zum Thema OER
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In unserer Arbeit in internationalen Bildungsprojekten liegt viel Potenzial für die Nutzung von OER. Wir sehen allerdings noch wenige Berührungspunkte zur OER-Community in Deutschland. Wir freuen uns darauf, mit der OER-Community in einen Austausch zu bisherigen Erfahrungen, möglichen Gewinnen oder Hürden zu treten.

Eva Zimmermann
Wissenschaftliche Referentin beim DLR Projektträger
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Innovatives Pitch-Format und spannende Impulsvorträge

Die Veranstaltung wurde eröffnet von Dr. Steffen Schneider, Mitgründer der Bildungsinitiative „KI macht Schule“, und Joscha Falck, Lehrer an der Mittelschule Rednitzhembach. In ihrer Keynote gaben sie wertvolle Einblicke in das Thema aus der Schulpraxis. Sie erläuterten unter anderem, wie eine Kultur des Teilens im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) Wirkung entfalten und Bildungsgestaltende stärken kann.

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Die Vielfalt an Perspektiven und Ansätzen ist eine zentrale Stärke – eine kontinuierliche AG OER in der Lehrkräftebildung bietet den Rahmen, diese systematisch zu verbinden, Synergien zu nutzen und die Weiterentwicklung von OER in der Lehrkräftebildung gemeinsam voranzutreiben.

Dr. Kathrin Knautz
Wissenschaftliche Referentin beim DLR Projektträger
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Anschließend wurde erstmalig ein Live-Pitch durchgeführt: Insgesamt 30 Projekte präsentierten ihre Vorhaben jeweils in drei Minuten und bewarben sich damit um eine Förderung. Die Projekte waren aus dem „Call for OE_Space“ hervorgegangen, einem Ideenwettbewerb zur Stärkung offener Bildungsinfrastrukturen. Mit dem kompakten und dynamischen Live-Pitch-Format wurde ein neuer Ansatz zur Projektförderung erprobt.

Ergänzt wurde das Programm durch drei weitere spannende Impulsvorträge: Prof. Stefan Wölwer von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst – Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAW) hielt einen Vortrag über OER und KI. Er berichtete insbesondere über die Implementierung und Nutzung von OER innerhalb eines Hochschulnetzwerks, das über die KI-Plattform „HAWKI“ entstanden ist. Im Rahmen der „MOERFI-Stakeholder-Stage“ empfangen außerdem Projektpartnerinnen aus zwei Förderprojekten Praktikerinnen und Praktiker auf der Bühne, die sich über Lösungsansätze von OER-förderlichen Bildungsinfrastrukturen austauschten. Abschließend gab der DLR Projektträger gemeinsam mit dem BMBFSFJ einen Ausblick auf kommende Maßnahmen zur Umsetzung der OER-Strategie.

DLR Projektträger stärkt Förderung von offenen Bildungsmedien und digitalen Lernräumen

Mit dem Förderprogramm „Offene Bildungsmedien und digitale Lernräume“ unterstützt das BMBFSFJ Initiativen, Projekte und Formate, die digitales Lehren und Lernen fördern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbreitung von OER und OEP im Rahmen der OER-Strategie. Diese ist als eine lernende Strategie konzipiert, mit der das BMBFSFJ passgenau auf aktuelle Herausforderungen reagieren kann.

Der DLR Projektträger bringt seine Expertise in die Entwicklung und Umsetzung der Förderrichtlinien ein und berät Förderinteressierte sowie Antragstellende in allen Phasen der Projektförderung. Um die OER-Strategie klar zu erfassen und Maßnahmen aus ihr abzuleiten, unterstützen wir den Austausch des OER-Beirats und des Impuls-Gremiums, die die Entwicklung der Maßnahmen kontinuierlich im Blick behalten.

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