Generative KI erforschen – Förderung für Geistes- und Sozialwissenschaften
08.09.2026 — Generative KI prägt heute nahezu alle Lebensbereiche, macht Wissen schneller verfügbar und eröffnet neue Möglichkeiten in Alltag, Kultur oder Medizin. Gleichzeitig entstehen fundamentale Fragen zu Wahrheit, Autorschaft, Kreativität und Postfaktizität sowie zu Menschenbild, Demokratie und Gesellschaft. Genau hier setzt die Förderrichtlinie „Generative Künstliche Intelligenz als Untersuchungsgegenstand der Geistes und Sozialwissenschaften“ an: Sie zielt darauf ab, den Umgang mit generativer KI verantwortungsvoll und nachhaltig mitzugestalten und damit einen zentralen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten.
Damit stärkt sie die Rolle der Geistes und Sozialwissenschaften und gibt „Orientierung für eine Welt im Wandel“ – so auch der Titel des übergeordneten Rahmenprogramms des Bundesministeriums für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR).
Wir freuen uns sehr, diesen Rahmen zu schaffen, in dem die Geistes- und Sozialwissenschaften ihre ganz eigenen Fragen an das Thema ‚generative KI‘ stellen und ganz im Sinne des BMFTR-Rahmenprogramms Orientierung für eine Welt im Wandel geben.
Mit einem Fördervolumen von rund 15 Millionen Euro in zwei Förderrunden (2026 und 2028) unterstützt das BMFTR mit dieser Förderung geistes- sowie sozialwissenschaftliche Forschung und greift damit zentrale Leitlinien der Hightech Agenda Deutschland auf.
Bewerben können sich Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere nicht gewinnorientierte Organisationen. Gefördert werden sowohl Projekte, die theoretische Grundlagen adressieren als auch Forschungsvorhaben, die sich konkreten menschlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen widmen.
Die Ziele der der neuen Förderung
Die Geistes und Sozialwissenschaften sollen ihre erkenntnistheoretische, gesellschaftliche und ethische Expertise stärker in die Gestaltung generativer KI einbringen, sich als zentrale Akteure einer verantwortungsvollen KI Entwicklung positionieren und durch gezielte Nachwuchsförderung ihre Kompetenz im KI Feld weiter ausbauen. Das spiegelt sich auch in den Ziele der Förderung wider:
- Erkenntnisgewinn über die zentralen erkenntnistheoretischen, intra und interpersonellen sowie gesellschaftlichen, kulturellen und ethischen Herausforderungen generativer KI aus geistes und sozialwissenschaftlicher Perspektive,
- Stärkere Einbindung der Geistes und Sozialwissenschaften in den Diskurs über generative KI und Positionierung dieser Disziplinen als zentrale Akteure einer sicheren, vertrauenswürdigen, demokratischen und menschenzentrierten KI Gestaltung,
- Aufbau von geistes- und sozialwissenschaftlicher Expertise im Feld der generativen KI, insbesondere durch die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses.
Die Förderrichtlinie setzt damit ein deutliches Zeichen für die wichtige Rolle der Geistes und Sozialwissenschaften, generative KI umfassend zu verstehen und ihren Nutzen und ihre Risiken verantwortungsvoll zu adressieren.
Freitag, 25.09.2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
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Mittwoch, 30.09.2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
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