Drei neue Förderaufrufe für Innovationen in der Gesundheitsversorgung

Personen bei einer Gruppentherapie

Medizinische und therapeutische Angebote leichter und schneller zugänglich machen, digitale Gesundheitsangebote und Versorgungsstrukturen verbessern – das sind Ziele, die der Innovationsausschuss (IA) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verfolgt. Der DLR Projektträger wird die Fördermaßnahmen in seinem Auftrag umsetzen.

25.06.2026 — Mit der Veröffentlichung von drei neuen Förderbekanntmachungen setzt der Innovationsausschuss (IA) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einen weiteren Impuls für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Ziel der Förderung ist die Entwicklung innovativer Ansätze, die die Versorgung der rund 74,5 Millionen gesetzlich Versicherten verbessern. Besonderes Augenmerk legt der Innovationsausschuss dabei auf sektorenübergreifende Versorgungskonzepte, durch die ambulante und stationäre Versorgung besser ineinandergreifen können. Zudem sollen Patientinnen und Patienten stärker in die Gestaltung und Umsetzung von Versorgungsprozessen eingebunden werden.

Für eine bessere medizinische Versorgung

Flächendeckend und gut erreichbar, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau – diesen Anspruch an die medizinische Versorgung der über 74 Millionen gesetzlich Krankenversicherten will der Innovationsausschuss (IA) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit seiner Forschungsförderung erfüllen.

Im Auftrag des Innovationsausschusses begleitet der DLR Projektträger seit nunmehr zehn Jahren die Fördermaßnahmen – von der Vorbereitung von Förderbekanntmachungen über die Betreuung der zahlreichen Projekte bis zu fachlichen Stellungnahmen.

Um drängende Herausforderungen im Gesundheitswesen anzugehen, hat der Innovationsausschuss thematische Schwerpunkte definiert. Sie orientieren sich an aktuellen Versorgungsbedarfen und sollen dazu beitragen, innovative Lösungen für zentrale Fragen in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu erproben.

Vorhandene Versorgungsangebote: Nutzung und Akzeptanz verbessern

Eines dieser Themenfelder ist die durch Engpässe und lange Wartezeiten gekennzeichnete ambulante Versorgung im psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich. „Hier braucht es innovative Ansätze, damit Patientinnen und Patienten ausreichend und zeitnah adäquate Hilfe erhalten und vorhandene Angebote oder Konzepte passgenau genutzt werden können“, erklärt Dr. Birgit Löer, Leiterin der Abteilung Gesundheitswesen im Bereich Gesundheit des DLR Projektträgers.

Der Innovationsausschuss erwartet zudem neue Erkenntnisse zur Einleitung oder Änderung von invasiven Maßnahmen bei hochbetagten und gebrechlichen Patientinnen und Patienten. „Gerade in dieser Patientengruppe ist es oft schwer, den individuellen Nutzen und das Risiko beispielsweise einer Chemotherapie oder einer Beatmung gegeneinander abzuwägen“, so Löer. Mit seiner Förderung unterstützt der Innovationsausschuss die Entwicklung von Instrumenten, die Unsicherheiten bei medizinischen Entscheidungsprozessen verringern, zu mehr Transparenz für alle Beteiligten beitragen und damit auch die Sicherheit von Patientinnen und Patienten erhöhen.

Ebenfalls im Fokus der Förderung: die Weiterentwicklung ausgewählter medizinischer Leitlinien – beispielsweise um bessere Handlungsanweisungen zum Umgang mit (potenziellen) Opfern von Gewalt sowie zur Vermeidung von Fremd- und Selbstgefährdung in der ambulanten Versorgung zu erhalten. Eine gesonderte Bekanntmachung widmet sich diesen wichtigen Themen.

Mit den drei im Juni 2026 veröffentlichten Förderbekanntmachungen greift der Innovationsausschuss (IA) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) diese und weitere Herausforderungen auf. Der DLR Projektträger setzt die Förderung rechtlich um und berät Förderinteressierte.

Beratung für Förderinteressierte: per Telefon, Chatbot und Webseminar

Mitarbeitende des DLR Projektträgers aus dem Bereich Gesundheit beraten Förderinteressierte zu den Inhalten der Bekanntmachungen, zum Prozess und zum Verfahren der Antragstellung. Interessierte können sich auch über eine eigens eingerichtete Telefonhotline, den Chatbot „KAI“ und im Rahmen eines kostenfreien Webseminars informieren.

DLR Projektträger Newsletter

Erhalten Sie regelmäßig Updates zu News, Top-Themen und Förderangeboten. Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter:
Share:
Linked In Linkedin
Xing Xing
X X

Weitere News zum Thema

    Kontakt