Richtlinie zur Förderung von Interventionsstudien für gesunde und nachhaltige Lebensbedingungen und Lebensweisen

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Gefördert werden inter- und transdisziplinäre Verbundprojekte zur Konzeption, Entwicklung, wissenschaftlichen ­Begleitung und Evaluation von lebensweltbezogenen, methodisch hochwertigen, prospektiven Interventionsstudien.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteht unter Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern das vollständige körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden eines Menschen. Die globalen Umwelt- und Klimaveränderungen bedrohen unsere Lebensgrundlagen und damit die Gesundheit der Menschen. Um dem entgegen zu wirken, müssen gesundheitsförderliche sowie ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Lebensbedingungen und Lebensweisen verstärkt gefördert werden.

In den Bereichen Gesundheitsförderung und Primärprävention existiert in Deutschland derzeit eine Vielfalt von Maßnahmen, deren Wirksamkeit jedoch oft nicht ausreichend wissenschaftlich belegt ist. Zudem wird die Verknüpfung mit Klima- und Umweltschutz oft noch außer Acht gelassen. Dabei haben die zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsprobleme unserer heutigen Gesellschaft häufig gemeinsame Ursachen, sodass sich in der Verknüpfung beider ­Aspekte zahlreiche Synergien für neue, wirksame Lösungsansätze ergeben. Erfolgreiche Maßnahmen aus dem Ausland, die bereits beide Aspekte verknüpfen, können aufgrund unterschiedlicher politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Voraussetzungen nicht ohne sorgfältige wissenschaftliche Prüfung auf den deutschen Kontext übertragen werden.

Ziel der Fördermaßnahme ist es, eine bis dato in Deutschland noch nicht vorhandene Evidenz für wirksame Maßnahmen zu einer grundlegenden gesellschaftlichen Transformation in Richtung gesundheitsförderlicher sowie ökologisch nachhaltiger und sozial gerechter Lebensbedingungen und Lebensweisen zu generieren. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, gesellschaftlichen und umweltbedingten Gesundheitsschäden vorzubeugen und faire Lebensumwelten für ausreichende Bewegung und gesundheitsförderliche Ernährung zu schaffen. Die Fördermaßnahme soll praxisrelevante wissenschaftliche Erkenntnisse zu den folgenden Fragen des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen1 zur planetaren Gesundheit generieren:

„Wie können unsere Gesellschaften so gestaltet werden, dass gesundheitsförderliche und nachhaltige Lebensbedingungen für alle möglich werden?

Wie sehen die spezifischen Herausforderungen für vulnerable Gruppen aus?“

Die Ziele der Fördermaßnahme sind erreicht, wenn wissenschaftlich gesichertes Wissen zu folgenden Punkten vorliegt: (1) Welche Maßnahmen sind in welchem Ausmaß bei welchen Bevölkerungsgruppen geeignet, gesundheits­förderliche sowie ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Lebensbedingungen und Lebensweisen zu stärken? (2) Welche Aspekte müssen bei der Implementierung dieser Maßnahmen berücksichtigt werden?
 

Kontakt

Dr. Michael Ebert
Telefon: +49 228 3821 1739

Dr. Svenja Finck
Telefon: +49 228 3821 1877

Dr. Mario Paterno
Telefon: +49 228 3821 2377

E-Mail: praeventionsforschung@dlr.de

Förderprogramm
Rahmenprogramm Gesundheitsforschung
Förderregion
National
Status
offen
Einreichungsfrist
Laufzeit
Ab März 2023
Auftraggeber
BMBF