IKT für Elektromobilität: wirtschaftliche E-Nutzfahrzeug-Anwendungen und Infrastrukturen

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Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität. Mit ihnen werden inzwischen alle wichtigen Funktionen im Elektrofahrzeug gesteuert und sie bilden gleichzeitig die Grundlage für die Integration der Fahrzeuge in zukünftige intelligente Energie- und Verkehrssysteme. 

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Ziel des BMWK-Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität“ ist es, die Entwicklung und Erprobung IKT-basierter Lösungskonzepte und innovativer Systemlösungen der Elektromobilität zu fördern und dabei die verschiedenen Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle intelligent miteinander zu vernetzen.

Im Rahmen der Förderrichtlinie können fortlaufend neue Projektvorschläge eingereicht werden, die jährlich bis zum Stichtag 15.09. gesammelt und anschließend unter Einbeziehung von Experten begutachtet werden.

Es handelt sich dabei um einen zweistufigen Förderwettbewerb für Projektverbünde aus Wirtschaftspartnern die von Forschungspartnern begleitet werden.

Gefördert wird die Entwicklung von IKT-basierten Systemansätzen und Anwendungen für:

  • die Verknüpfung gewerblicher Elektromobilität mit fortschrittlichen Energie-, Logistik- und Liegenschaftsinfrastrukturen, z. B.:
    • neue Liefer- und Logistikkonzepte, die zur Entlastung des öffentlichen Verkehrs oder als kombinierter Verkehr (Personen- und Cargo-Transport) zur Erhöhung der Auslastung und Effizienz beitragen,
    • technische Lösungen auf Wohnungs-, Haus- oder Quartiersebene, die netzverträgliche Lademöglichkeiten für Mieter/Eigentümer vor Ort ohne eigenen Stellplatz ermöglichen.
    • Kopplung von E-Nutzfahrzeugflotten mit Energiemanagementsystemen von Industrie und Gewerbe.
    • Steuerungs-, Mess- und Sicherheitsmechanismen zur Nutzung von E-Fahrzeugbatterien als Puffer und Speicher.
  • Hochautomatisierte und autonome Personenbeförderungs- und Cargo-Konzepte, z. B.:
    • unter Einbeziehung bisher wenig verbreiteter oder neuer Transportmittel wie Drohnen oder Transportroboter,
    • in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln, z. B. als Anschlusslösung an den ÖPNV oder Güterverteilzentren,
    • als kombinierter autonomer Verkehr (Personen- und Cargo-Transport in einem Fahrzeug) oder Platooning-Lösung,
    • zur Entwicklung und Erprobung technischer Lösungen, die die Sicherheit autonomer Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer gewährleisten,
    • unter Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens.
  • Fahrzeugkommunikation und Daten sowie Plattform-/App-basierte Anwendungen, z. B.:
    • zur Verknüpfung der Fahrzeuge mit ihrer Umgebung und Fusion der Daten,
    • Erhöhung des Digitalisierungsgrades der Mobilität im öffentlichen und individuellen Verkehr mit dem Ziel einer effizienteren Auslastung, Optimierung und Steuerung bestehender Verkehrssysteme,
    • App-basierte Anwendungen und Plattform-Lösungen, die die Information und Kommunikation zwischen Anbietern und Nutzenden, Systemen und Angeboten verbessern. Eine Anknüpfung an neue Entwicklungen und Infrastrukturen, wie z. B. GAIA-X, wird begrüßt.
  • Neue Ladeinfrastruktur-Lösungen
    • zur Bereitstellung einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur speziell für schwere E-Nutzfahrzeuge unter Berücksichtigung der Netzrestriktionen. Hierbei sind auch Batteriewechselsysteme, Smart Grids, regenerative Stromerzeugungsanlagen und Speicherlösungen als Lösungsbeitrag ausdrücklich erwünscht.
  • IKT-basierte Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Anwendungen im Nutzfahrzeugsegment
    • In Frage kommen IKT-Lösungen für neue Anwendungen in Verbindung mit mittelschweren und schweren Lkw, Busse, Bau-, landwirtschaftliche oder sonstige Nutzfahrzeuge. Ausdrücklich nicht im Fokus stehen Anwendungen für Pkw sowie die reine Fahrzeug-Entwicklung und vorgelagerte Wertschöpfungsstufen der Wasserstofferzeugung.

Die Umsetzung zu den vorgenannten Themen ist mit Herausforderungen und ungelösten Fragestellungen verbunden, die sich nur durch gezielte Forschung, Entwicklung und Erprobung lösen lassen. Offene Standards, Modularität und Datensicherheit sind dabei unabdingbare Voraussetzungen.

Weitere Informationen und aktuelle Schwerpunkte sind unter www.ikt-em.de veröffentlicht.

Kontakt

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
DLR Projektträger
Gesellschaft, Innovation, Technologie
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
E-Mail: ikt-em@dlr.de
Telefon: +49 228 3821 1102
 

Förderregion
National
Status
siehe Ausschreibung
Laufzeit
ab Januar 2023
Auftraggeber
BMWK