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Forschungsergebnisse präsentiert: Wie Kultur ländliche Räume gestaltet

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Menschen bei künstlerischen Handwerksarbeiten auf einer Sommerwiese
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22 Projekte haben erforscht, welche Rolle Kultur in ländlichen Räumen spielt. Auf der Konferenz „Kultur bewegt Land – Im Dialog mit Forschung und Praxis“ Mitte März in Würzburg wurden die Ergebnisse des Förderprogramms „Faktor K“ präsentiert. Der DLR Projektträger hat die Projekte von Beginn an eng begleitet und den Wissenstransfer unterstützt.

17.03.2026 — Am 16. März 2026 fand die Abschlusskonferenz „Kultur bewegt Land – Im Dialog mit Forschung und Praxis“ in Würzburg statt. Im Fokus stand der Transfer der Ergebnisse aus 22 Forschungsprojekten, die im Rahmen des Bundesprogramms „Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung“ (BULEplus) gefördert werden. Seit dem Jahr 2023 haben die Forschungsprojekte des Programms „Faktor K – Forschung zum Faktor Kultur in ländlichen Räumen“ untersucht, welchen Beitrag kulturelle Aktivitäten und kulturelle Teilhabe zur Lebensqualität und Entwicklung ländlicher Regionen leisten.

Praxis und Forschung im Dialog

Mit besonderem Fokus auf praxisnahen Handlungsempfehlungen und Herausforderungen tauschten sich Forschende, Akteurinnen und Akteure aus Kunst und Kultur, Politik und Verwaltung über Erfolgsfaktoren und Herausforderungen aus. In fünf interaktiven Dialogräumen teilten die Teilnehmenden Erfahrungen, entwickelten Impulse für die kulturelle Arbeit vor Ort und diskutierten über folgende Fragen:

  • Wie prägen Bilder von ländlichen Räumen Kunst und Kultur– und umgekehrt?
  • Wie stößt Kultur gesellschaftlichen Wandel an und wie begleitet sie ihn?
  • Wie stärkt Kultur den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft Zugehörigkeiten?
  • Warum ist Kultur für regionale Entwicklung und Wirtschaft wichtig?
  • Warum sind Politik und Verwaltung entscheidend für kulturelle Vielfalt?

Ein zentrales Merkmal des Programms BULEplus ist die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Kulturschaffende, Kulturfördernde und Betreibende von Einrichtungen sind nicht nur Untersuchungsgegenstand, sondern auch aktive Partner der Forschung. In einem Themenschwerpunkt befassten sich die Projekte zum Beispiel mit kultureller Teilhabe, generationenübergreifenden Aktivitäten und der Frage, wie gemeinsames künstlerisches Handeln Identität stiftet. Sie zeigen, dass Kultur Orte schafft, an denen Dialog und Mitgestaltung erlernt werden können.

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Wir sind begeistert, wie erfolgreich in den drei Jahren Förderung nachhaltige Kooperationen und Netzwerke zwischen Forschung und Praxis etabliert wurden. Die Projektergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität in ländlichen Regionen.

Dr. Désirée Kleiner-Liebau
Leiterin der Abteilung Kulturelle und politische Bildung
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Portraitbild von Dr. Désirée Kleiner-Liebau

Von der Auswahl bis zum Abschluss: Die Rolle des DLR Projektträgers

Der DLR Projektträger unterstützte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bei der Bewertung und Auswahl der eingereichten Projektvorschläge. Zunächst prüfte das Team die Projektideen formal und gab eine fachliche Vorbewertung ab. Anschließend organisierte der DLR Projektträger unter anderem ein Gutachterverfahren mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten.

Auch während der Laufzeit begleitete der DLR Projektträger die Vorhaben eng: Die Expertinnen und Experten des DLR Projektträgers berieten Antragstellende sowie Zuwendungsempfängerinnen und -empfänger von der Antragsprüfung bis zum Abschluss. Im Rahmen des fachlichen Austauschs unterstützte der DLR Projektträger auch den Wissenstransfer innerhalb der Forschungsvorhaben sowie in die Praxis.

Weitere Informationen zum Programm

Mit der Förderrichtlinie „Faktor K – Forschung zum Faktor Kultur in ländlichen Räumen“ unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Forschungsvorhaben zu den Themen „Bilder von Ländlichkeit und ländlicher Kultur“, „Kultur sowie kulturelle Akteure und Netzwerke in ländlichen Räumen“ und „Kulturverwaltung und -förderung in ländlichen Räumen“. Die Förderung zielt darauf ab, die Forschungslandschaft zu ländlichen Räumen in Deutschland zu stärken.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Analyse von Erfolgsmodellen und Gelingensbedingungen für ein lebendiges kulturelles Leben in ländlichen Räumen sowie auf der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis. Darüber hinaus liefern die Forschungsvorhaben dem BMLEH wichtige Erkenntnisse für die Politikgestaltung.

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