Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Geschlechtersensible Krebsforschung“– Nationale Dekade gegen Krebs
Das Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, den präklinischen, klinischen und soziokulturellen Erkenntnisgewinn in der biomedizinischen Forschung unter Berücksichtigung von geschlechtersensiblen Aspekten voranzubringen und damit ein innovatives Forschungsfeld zu erschließen. Dies soll Voraussetzungen schaffen, um die geschlechtersensible onkologische Versorgung zukünftig zu verbessern. Gleichzeitig sollen Anreize für den Aufbau einer interdisziplinären Forschungsszene geschaffen werden, die sich mit Aspekten wie Geschlecht und Gender in der Onkologie auseinandersetzt. Zudem soll die Forschungsqualität in dem Bereich durch das Einbringen der Perspektive und Erfahrung von Patientinnen und Patienten angehoben werden.
Die wissenschaftlichen Ziele der Fördermaßnahme sind erreicht, wenn (i) kausale, molekulare Mechanismen entschlüsselt wurden, die geschlechtersensible Unterschiede bei der Entstehung oder dem Verlauf von Krebserkrankungen aufzeigen, und der Erkenntnisgewinn über Publikationen der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde, (ii) die Forschungsergebnisse eine klare Verwertungs- und Anwendungsperspektive für Prävention, Diagnostik, Therapie oder Nachsorge von Krebserkrankungen aufzeigen, inklusive einer Überführung von Ergebnissen in einschlägige Gesundheitsdatensysteme, (iii) die Forschungsergebnisse Ansatzpunkte für zukünftige klinische Forschung liefern, etwa wenn es Hinweise auf eine mögliche unterschiedliche Wirksamkeit der untersuchten Therapie für die Geschlechter gibt, (iv) oder wenn der Einfluss geschlechtersensibler Verhaltensweisen und Einstellungen zu Gesundheits- und Krankheitsprozessen, unabhängig von – oder zusätzlich zu – dem biologischen Geschlecht, nachgewiesen wurde. Die strukturellen Ziele der Förderrichtlinie sind erreicht, wenn geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine akademische Karriere im Forschungsfeld geschlechtersensible Gesundheitsforschung weiterverfolgen.
Kontakt
Frau Dr. Isabel Aller
Herr Dr. Roland Bornheim
Telefon: +49 228 3821-2560
E-Mail: gskrebsforschung@dlr.de