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Eine schematische Darstellung einer Hand, die nach einem digitalen Schloss greift.

Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

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Im analogen Leben zeigen wir den Personalausweis, um uns zu identifizieren. Für die digitale Identifizierung hingegen gibt es noch keine vergleichbare Universalmethode. Der Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ soll dies ändern. Der DLR Projektträger hat diesen Wettbewerb mit entwickelt.

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30.10.2019 — Egal ob Bankgeschäft, Online-Shopping oder Antrag beim Bürgeramt: Nahezu alle Wirtschafts- oder Verwaltungsprozesse setzen die zweifelsfreie Identifikation einer Person voraus. Der Personalweis ist im analogen Leben meist Mittel der Wahl, im Internet haben wir oft mehrere digitale Identitäten, für die wir uns zum Beispiel mit Passwörtern, TANs oder PINs authentifizieren. Obwohl die europäische eIDAS-Verordnung, die die Spielregeln der elektronischen Identifizierung (eID) enthält, bereits seit Herbst 2018 vollständig gilt, sind die bis heute verfügbaren Lösungen aus öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft kaum untereinander kompatibel – und damit in ihrer Verbreitung und praktischen Bedeutung begrenzt.

Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung gefragt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat jetzt den Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ gestartet: Durch diesen sollen herausragende Ansätze für die breite Anwendung von sicheren eID-Lösungen entwickelt und erprobt werden. Ziel ist es, die Identifizierungs- und Authentifizierungsdienste so nutzerfreundlich und gleichzeitig sicher und wirtschaftlich zu gestalten, dass sie eine gute Ausgangsbasis für neuartige vertrauenswürdige Internetdienste bilden. Im Zentrum des Wettbewerbs stehen Kommunen, Städte oder Metropolregionen, die im Rahmen eines regionalen Schaufensterprojekts die öffentliche Verwaltung, die Wirtschaft und die Bevölkerung direkt ansprechen und einbinden.  Am Konzept des Wettbewerbs hat der DLR Projektträger (DLR-PT) maßgeblich mitgewirkt.

Geförderter Wettbewerb: Vom DLR-PT entwickeltes Phasenmodell

Die Besonderheit der Fördermaßnahme liegt darin, dass der eigentlichen Umsetzungsphase eine geförderte Wettbewerbsphase vorgeschaltet ist. Konkret bedeutet das: Aus den eingereichten Skizzen werden vielversprechende Ansätze ausgewählt, die in einem Zeitraum von fünf Monaten zu tragfähigen Umsetzungskonzepten weiterentwickelt werden können, bevor die endgültige Auswahl erfolgt. Die Abteilung „Digitale Technologien und Anwendungen“ im DLR-PT hat ein solches Phasenmodell Ende 2018 entwickelt und erstmals erfolgreich im Rahmen des BMWi-Förderprogramms „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ angewandt. „Es hat sich gezeigt, dass bei großen Plattformprojekten die üblichen zwei bis drei Monate zur Ausarbeitung eines überzeugenden Umsetzungskonzeptes nicht ausreichen“, sagt Christian Schmidt, Leiter der Abteilung „Digitale Technologien und Anwendungen“ im DLR-PT: „Bei derart großen Vorhaben mit Konsortien aus teilweise über 20 Partnern führt die Investition in den Wettbewerb am Ende zu besseren Ergebnissen“, ist Schmidt überzeugt.

Einsendeschluss für Skizzen ist der 10. Januar 2020. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro für die Wettbewerbsphase (Juni bis November 2020) und 45 Millionen Euro für die Umsetzungsphase (2021 bis 2024) zur Verfügung.

Die Fachabteilung „Digitale Technologien und Anwendungen“ im DLR Projektträger arbeitet seit vielen Jahren mit dem BMWi im Bereich „Entwicklung digitaler Technologien“ zusammen. Der DLR-PT unterstützt das Ministerium sowohl im Fördermanagement als auch bei der strategischen Ausgestaltung und Weiterentwicklung seiner Förderinstrumente.

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Dr. Christian Schmidt

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