Fördermittelgeber

Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung von Pathomechanismen der Endometriose

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Gefördert werden interdisziplinäre Verbünde, in denen Forschende der Grundlagen- und klinischen Forschung gemeinsam Pathomechanismen der Endometriose analysieren.

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Die Verbünde sollen unter anderem Beiträge zu folgenden Fragestellungen liefern:

Welche Ursachen und Pathomechanismen liegen der Endometriose zugrunde?
Welche Faktoren begünstigen das Auftreten der Endometriose?
Welche Ansatzpunkte bestehen zu einer Prävention der Erkrankung?
Welche Subtypen der Endometriose gibt es und wie können diese charakterisiert werden?
Welche Ansatzpunkte gibt es zur Beschleunigung der Diagnose?
Was sind Ansatzpunkte zur Verbesserung bestehender therapeutischer Verfahren oder zur Entwicklung neuer therapeutischer Verfahren?

In den letzten Jahren haben neue technologische Möglichkeiten und Methoden für die medizinische Forschung, insbesondere die zunehmende Verbreitung von Hochdurchsatztechnologien, die Weiterentwicklung der Bildgebungsverfahren und leistungsfähigere bioinformatische Verfahren zur Analyse großer Datenmengen einen immer tieferen Einblick in die molekularen Prozesse bei der Entstehung von Krankheiten ermöglicht.

Trotz dadurch bedingter signifikanter Fortschritte gibt es noch eine erhebliche Anzahl von Erkrankungen, deren Symptome bisher nur gelindert, die aber nicht geheilt werden können. Von besonderer Bedeutung sind dabei solche Erkrankungen, die lebensbedrohlich sind, zu gravierenden Beeinträchtigungen der Lebensqualität führen oder mit hohen Kosten für das Gesundheitswesen einhergehen. Darüber hinaus erschweren häufig fehlende eindeutige diagnostische Kriterien die frühe Erkennung einer Krankheit und ihre anschließende Behandlung. Ein wesentlicher Grund dafür ist in vielen Fällen, dass die Pathomechanismen, die den Erkrankungen zugrunde liegen, noch nicht ausreichend geklärt sind.

Die Endometriose ist eine solche Erkrankung, deren Ursache und Genese bisher unklar sind. Es handelt sich bei der Endometriose um eine häufige, chronisch-entzündliche gynäkologische Erkrankung mit hoher Krankheitslast, die neben chronischen Schmerzen mit einer Reihe von Komorbiditäten und Infertilität einhergehen kann. Endometriose äußert sich darin, dass es bei den Betroffenen zum Wachstum von Gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter kommt.

Ziel der Fördermaßnahme ist es daher, die Pathomechanismen der Endometriose näher zu erforschen. Dadurch soll ein besseres Verständnis der Entstehung und unterschiedlichen Ausprägung der Erkrankung erreicht werden, aus dem sich Ansätze für die Verbesserung der Prävention, Diagnose und Therapie ableiten lassen.

Um wesentliche Forschungsfragen beantworten und damit die Versorgung der Betroffenen verbessern zu können, ist insbesondere ein interdisziplinärer Ansatz der Verbundforschung unter Kooperation zwischen Forschenden aus der Grundlagen- und klinischen Forschung wichtig. Durch die interdisziplinären Forschungsverbünde soll die Erforschung neuer Erkenntnisse und Lösungsansätze ermöglicht werden.

Das Ziel der Fördermaßnahme ist erreicht, wenn (i) interdisziplinäre Kooperationen zwischen Forschenden aus der Grundlagen- und klinischen Forschung etabliert werden, (ii) neue wissenschaftliche Evidenz generiert wird, von der die Erkrankten mittelfristig einen Nutzen haben und (iii) die in den Projekten generierten Daten anderen Forschenden zur Verfügung gestellt werden. Die Zielerreichung wird an der Qualität und Quantität der aufgebauten Kooperationen, der wissenschaftlichen Publikationen und der zur Verfügung gestellten Daten gemessen.

Kontakt

Dr. Sara Breid
Dr. Annika Putz
Telefon: +49 228 3821 2737
E-Mail: Endometriose@dlr.de

 

Förderprogramm
Rahmenprogramm Gesundheitsforschung
Förderregion
National
Status
geschlossen
Einreichungsfrist
Laufzeit
Ab April 2024
Fördermittelgeber
BMBF
Förderung Downloads

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