Gemeinsam für saubere Flüsse und Meere in Europa
05.08.2026 — Die Verschmutzung von Meeren und Flüssen führt zum Artensterben, zu Trinkwasserverschmutzung und zu wirtschaftlichen Einbußen. Die Europäische Kommission reagiert jetzt mit zwei weiteren neuen Projekten. Ihr Ziel: Kommunen und Behörden dazu befähigen, Müll in Meeren und Flüssen besser zu erkennen, zu sammeln und zu vermeiden. Das Projekt „Tools4CleanBANOS“ konzentriert sich dabei auf Fluss- und Meeresmüll in Ost- und Nordsee, „Tools4Ocean“ auf Plastikverschmutzung im Nordmeer- und Atlantikraum. Beide Projekte werden im Rahmen der europäischen Meeresschutz-Mission „Restore our Ocean and Waters" gefördert und laufen vier Jahre. Der DLR Projektträger arbeitet als Partner mit.
Nah an den Zielgruppen
Im Projekt „Tools4CleanBANOS“ koordiniert der DLR Projektträger die Testung ausgewählter Lösungen in der Praxis – zum Beispiel die Überwachung, Vermeidung und Rückgewinnung von Kunststoffabfällen im Hafen Rotterdam. Außerdem verantwortet er eigenständig einen Bürgerbeteiligungsfall in der Kieler Bucht, bei dem das Sammeln von Meeresmüll beim Fischfang im Fokus steht.
In „Tools4Ocean“ liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Mitentwicklung einer digitalen Toolbox – einer Online-Anwendung mit praxisnahen Werkzeugen und Lösungen für das Erkennen, Sammeln und Vermeiden von Müll in Gewässern. Die Anwendung entsteht im Co-Design: Gemeinsam mit Projektpartnern richtet der DLR Projektträger Workshops aus, führt Interviews und organisiert Beteiligungsformate. Behörden, Flussgebietsmanagement und Kommunen aus der Arktis- und Atlantikregion bringen in den Formaten ihre Anforderungen an die Anwendung ein. Auf diese Weise entsteht eine digitale Toolbox, die an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten ist.
Ob Co-Design mit Behörden oder Citizen Science mit Schulklassen – beide Projekte zeigen, wie der DLR Projektträger Umweltschutz, Beteiligung und Wissenschaftskommunikation zusammendenkt.
Erprobtes Know-how für Umweltschutzprojekte
In beide Projekte bringt der DLR Projektträger seine Erfahrungen aus der Citizen-Science-Initiative „Plastic Pirates – Go Europe!“ ein. Im Rahmen der Initiative sammeln Schülerinnen und Schüler Daten zu Plastikmüll an Flüssen und Küsten und tragen so aktiv zur wissenschaftlichen Datengrundlage bei.
Der DLR Projektträger koordiniert die Initiative seit 2022 und verfügt dadurch über umfassende Erfahrungen in den Bereichen Bürgerbeteiligung und Umweltbildung. Das Kompetenzzentrum Wissenschaftskommunikation des DLR Projektträgers bringt außerdem seine Expertise in der Entwicklung zielgruppengerechter Beteiligungs- und Kommunikationsformate ein. Das interdisziplinäre Know-how des DLR Projektträgers fließt in beide EU-Umweltschutzprojekte ein und fördert die Entwicklung praxistauglicher Lösungen sowie den Dialog mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.