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Roman Noetzel und Dr. Simone Weske als Redner bei einer Veranstaltung in Brüssel

Premiere in Brüssel: DLR Projektträger präsentiert „Foresight Navigator“

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Der DLR Projektträger hat im Europäischen Ausschuss der Regionen den neuen „Foresight Navigator“ vorgestellt. Damit konnte er erneut seine Expertise rund um Methoden der sogenannten Intelligenten Spezialisierung von Regionen in Kombination mit Strategische-Vorausschau-Prozessen unter Beweis stellen.

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27.06.2022 — Am 21. Juni 2022 tagte in Brüssel die Fachkommission SEDEC (Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR)– die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreterinnen und -vertreter der EU. Der DLR Projektträger war eingeladen, sich im Rahmen dieser Versammlung vorzustellen. Dabei ging es um die aktuellen Beratungsprojekte des DLR Projektträgers zu lokalen und regionalen Innovationsstrategien. Zusätzlich weckte eine Premiere besonderes Interesse: Zum ersten Mal wurde der neue „Foresight Navigator“ für Regionen der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Instrument unterstützt politische Akteure in Regionen und Kommunen dabei, eine nachhaltige Zukunft in ihrem wirtschaftlichen, sozialen und innovativen Kontext zu gestalten. Der DLR Projektträger hat den Foresight Navigator zusammen mit europäischen Partnern entwickelt.

Vorstellung des DLR Projektträgers in Brüssel

Roman Noetzel, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen im Bereich Europäische und internationale Zusammenarbeit des DLR Projektträgers, sowie Tanja Woronowicz, Geschäftsfeldleiterin im IQIB (Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung), präsentierten die gemeinsamen Kompetenzen auf den Gebieten Förderpolitik sowie Management von Forschung und Innovation. Dabei stand die Expertise des DLR Projektträgers auf regionaler und kommunaler Ebene im Vordergrund. Die laufenden Aufträge in diesem Themenfeld sind vielseitig – sie reichen von der Analyse und strategischen Beratung im Bereich Smart City über die Nutzung von Synergien zwischen dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Horizont Europa bis hin zur Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung regionaler Strategien für Strategische-Vorausschau-Prozesse und „Intelligente Spezialisierung“. Bei der Intelligenten Spezialisierung geht es darum, die Alleinstellungsmerkmale eines Landes oder einer Region zu ermitteln, die Wettbewerbsvorteile jeder Region hervorzuheben und die regionalen Akteure und Ressourcen für eine speziell ausgerichtete Zukunftsvision zu mobilisieren.

In der Diskussion nach dem Vortrag von Noetzel und Woronowicz zeigte sich die Ausschussvorsitzende Anne Karajalainen von dem „hochinteressanten Vortrag“ und der breiten Expertise des DLR Projektträgers für Regionen und Kommunen beeindruckt. Der ehemalige Präsident des AdR, Markku Markkula, zeigte ebenfalls großes Interesse an der übergreifenden Zusammenarbeit des DLR Projektträgers mit Bund, Ländern und Regionen im Rahmen des Synergiendialogs („Multi-Level-Governance“).

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„Die Strategische Vorausschau mit Methoden der Zukunftsforschung ist für die nachhaltige Entwicklung der Regionen in Europa von entscheidender Bedeutung.“

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Roman Noetzel
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Abteilungsleiter Grundsatzfragen im Bereich Europäische und internationale Zusammenarbeit
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Porträt Roman Noetzel
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Premiere für den Foresight Navigator

Strategische-Vorausschau-Methoden haben sich als notwendiger Bestandteil der strategischen Planung, des Managements und der Überwachung in der Intelligenten Spezialisierung erwiesen. Das betonte auch Roman Noetzel noch einmal deutlich: „Die Strategische Vorausschau mit Methoden der Zukunftsforschung ist für die nachhaltige Entwicklung der Regionen in Europa von entscheidender Bedeutung. Regionen stehen nicht nur vor den Herausforderungen der sogenannten Twin-Transition in den beiden Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung, sondern müssen sich auch im geopolitischen Kontext positionieren.“ Strategien der Intelligenten Spezialisierung müssten daher um geopolitische Aspekte ergänzt werden, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit von Regionen zu stärken, so Noetzel weiter.

Den Verantwortlichen für die Entwicklung einer Intelligenten Spezialisierung steht eine Vielzahl von Instrumenten und Methoden zur Verfügung. Doch in der Flut von Rahmenwerken, guten Praktiken und Instrumenten zur Entwicklung regionaler Innovationsstrategien ist es nicht einfach, den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Genau hier kommt der Foresight Navigator ins Spiel: Mit dem neuen Governance-Instrument brauchen sich die Verantwortlichen für Intelligente Spezialisierung nicht mehr mit der Methodenauswahl zu beschäftigen. Stattdessen können sie sich stärker auf die inhaltlichen Herausforderungen konzentrieren, die für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft in ihrem regionalen wirtschaftlichen, sozialen und innovativen Kontext wichtig sind.

Der Foresight Navigator entstand in fachlicher Verantwortung des IQIB gemeinsam mit dem DLR Projektträger sowie europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Tschechien und Rumänien, die auf Erfahrungen in der Entwicklung von Intelligente-Spezialisierung-Strategien mit Strategische-Vorausschau-Methoden zurückgreifen können. Bei der Entwicklung half auch die Expertise aus dem eigenen Haus: Die neue Abteilung Internationale Strategien und Instrumente des DLR Projektträgers begleitete den Prozess fachlich. Deren Leiterin Dr. Simone Weske hatte die Kompetenz des DLR Projektträgers rund um die Strategische Vorausschau bereits Anfang des Jahres bei einer hochkarätigen Veranstaltung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EESC) vorgestellt.

Strategische Vorausschau am Standort Brüssel

Strategische Vorausschau ist auch ein Schwerpunkt im Brüsseler Büro des DLR Projektträgers. Bei der „European Week of Regions“, der größten jährlichen Veranstaltung in Brüssel zum Thema Kohäsionspolitik, hat der DLR Projektträger im vergangenen Jahr einen Workshop organisiert und geleitet, der die Strategische Vorrauschau aus der Perspektive der Intelligenten Spezialisierung beleuchtete. Wertvolle Beiträge dieser Diskussion konnten in die Entwicklung des Foresight Navigators einfließen.  

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