Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Stärkung der geschlechtersensiblen präklinischen Forschung
Gefördert werden Projekte mit klinischer Relevanz, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Krankheitsmechanismen untersuchen und zur Entwicklung von geschlechtersensiblen Diagnose- und Therapieansätzen beitragen. Im Fokus sollen Fragestellungen stehen, bei denen Geschlechtsaspekte in der bisherigen Forschung nur unzureichend berücksichtigt wurden.
Ziel der Fördermaßnahme ist, die präklinische Forschung zu Krankheitsmechanismen sowie zu Diagnose- und Therapieentwicklung geschlechtersensibel zu gestalten. Die Erkenntnisse sollen eine verlässliche Evidenzbasis für die weitere Entwicklung entlang der Translationskette bilden und zukünftig zu einer verbesserten medizinischen Versorgung aller Geschlechter beitragen.
Die Ziele der Förderinitiative werden erreicht, wenn nach Beendigung der Förderung ein Evidenzgewinn erzielt wurde und mindestens einer der folgenden Punkte erfüllt ist:
- wenn Vorhaben belastbare und anschlussfähige Evidenz generieren, mit der nachfolgend und unmittelbar Forschung auf der nächste Stufe der Translationskette durchgeführt werden kann;
- wenn wissenschaftlich gesicherte präklinische Erkenntnisse gewonnen und als Peer-Review-Publikationen veröffentlicht wurden, die mittelfristig zu einer geschlechtersensiblen Diagnostik und/oder Therapie in einem Krankheitsgebiet beitragen;
- wenn die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte nachhaltig als integraler Bestandteil von präklinischen Forschungsansätzen etabliert wurde, sodass sie über die einzelnen geförderten Vorhaben hinaus als methodischer Standard in der Forschungspraxis angewendet werden.
Die Zielerreichung wird an der Qualität und Quantität der wissenschaftlichen Publikationen und ihren Zitationen, an der Qualität und Quantität der bereitgestellten FAIR konformen Datensätze und ihrer Nutzung sowie der Anzahl und Art der entwickelten Forschungsansätze gemessen. Diese Förderrichtlinie gilt in Verbindung mit dem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung.
Kontakt
Frau Dr. Madeleine Gräf
Frau Dr. Michaela Fersch
Telefon: +49 228 3821 2800
E-Mail: gender-data-gap@dlr.de