Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Käte Hamburger Kollegs“ (KHK 2019)

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Die Geisteswissenschaften wirken bei der Gestaltung der Zukunft mit und sichern die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft, die ein Zusammenleben orientiert an gemeinsamen Werten erst möglich machen. Sie leisten einen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis, reflektieren soziale Praktiken und ermöglichen die Übersetzung zwischen Kulturen ebenso wie die Verständigung über Orientierungsmarken in Gesellschaften. In der Wissenschaft selbst sind die Geisteswissenschaften gefordert, angesichts hochgradig differenzierter Wissensbereiche Zusammenhänge herzustellen, gesellschaftliche Relevanz zu eruieren und zur Integrationsfähigkeit von Wissen beizutragen. Sie sind damit ein unentbehrliches Element in der Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Darüber hinaus tragen die Geisteswissenschaften wesentlich zur Internationalisierung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bei und sind mit ihrem spezifischen Fachwissen bei diesem Prozess unerlässlich.

Seit 2008 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) „Käte Hamburger Kollegs“ (zunächst als „Internationale Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung“), womit es einschlägigen Empfehlungen des Wissenschaftsrats von 2006 folgte. Im Jahr 2017 fand die Evaluation des BMBF-Rahmenprogramms „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ statt, aus der eine deutliche Empfehlung zur weiteren Förderung von Käte Hamburger Kollegs resultierte. Deshalb möchte das BMBF mit dem neuen Rahmenprogramm „Zukunft gestalten“ (2019 bis 2025) weiterhin geisteswissenschaftliche Spitzenforschung im Format der Käte Hamburger Kollegs fördern.

Die Käte Hamburger Kollegs sollen zur Weiterentwicklung der Strukturen für geisteswissenschaftliche Forschung sowie deren Vernetzung beitragen und die weltweite Sichtbarkeit der geisteswissenschaftlichen Forschung in Deutschland erhöhen. Zugleich sollen mit den Käte Hamburger Kollegs die für Deutschland wichtigen Beziehungen der geistes­wissenschaftlichen Forschung zu exzellenten Forschungszentren, Universitäten und Akademien in Europa und der Welt intensiviert werden.

Mit dem aktuellen Förderangebot können bis zu zehn Käte Hamburger Kollegs realisiert werden, die von einem inter­nationalen Begutachtungsgremium ausgewählt werden. Sechs bis sieben dieser Kollegs sollen einer originär geisteswissenschaftlichen Themensetzung folgen. Weitere drei bis vier Kollegs sollen geisteswissenschaftliche Forschung in Zusammenarbeit mit den Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften betreiben.

Kontakt

Dr. Kerstin Lutteropp  
Abteilungsleiterin
Geisteswissenschaften und Kulturelles Erbe
Gesellschaft, Innovation, Technologie
Tel.: +49 228 3821 1642  
E-Mail: Kerstin.Lutteropp@dlr.de

Förderregion
National
Status
siehe Ausschreibung
Laufzeit
bis Januar 2024
Auftraggeber
BMBF