Partnerschaft für Forschung und Innovation im Mittelmeerraum – PRIMA: Förderaufrufe zu nachhaltigen Lösungen im Mittelmeerraum 2026

Neue Chancen für nachhaltige Innovationen im Mittelmeerraum! Mit vier Förderaufrufen 2026 fördert PRIMA innovative und lokal angepasste Lösungen für nachhaltige Agrar-, Ernährungs- und Wassersysteme – mit Wirkung vor Ort.

PRIMA verfolgt mit diesen Aufrufen das Ziel, ein nachhaltiges Ressourcenmanagement zu unterstützen, die Resilienz mediterraner Ökosysteme zu stärken und lokal angepasste, innovative Lösungen für die Agrar-, Ernährungs- und Wassersektoren zu entwickeln. Der Fokus liegt auf einem ganzheitlichen Ansatz nach dem Water-Energy-Food-Ecosystems (WEFE) Nexus. Durch thematische Schwerpunkte wie „Wasser im Nexus“, „Landwirtschaft im Nexus“ und „Lebensmittel im Nexus“ sollen sektorübergreifende Perspektiven gefördert werden.

Sektion 1 – Innovation Actions

Hier werden drei thematische Förderaufrufe für Innovation Actions veröffentlicht, jeweils finanziert aus Mitteln von Horizont Europa und umgesetzt vom PRIMA-Sekretariat. In jedem Themenbereich stehen rund 10,8 Mio. Euro für die Projektförderung zur Verfügung.

Themenbereiche:

  • Wassermanagement: dezentrale Brackwasserentsalzung für eine klimaverträgliche und ressourceneffiziente mediterrane Landwirtschaft, um messbar zur Reduzierung der Süßwasserentnahme, zur Verbesserung der Wassernutzungsproduktivität in der Landwirtschaft und zur Senkung des Kohlenstoff- und chemischen Fußabdruck der Bewässerung durch modulare, naturverträgliche Technologien beizutragen
  • Landwirtschaftssysteme: nachhaltige und alternative Tierfuttermittel für zirkuläre und widerstandsfähige mediterrane Landwirtschaftssysteme, um den ökologischen Fußabdruck, einschließlich der Methanemissionen im Zusammenhang mit der Futtermittelproduktion und -verwendung zu verringern
  • Wertschöpfungskette in der Agrar- und Ernährungswirtschaft: innovative Ansätze, die die nachhaltige Verarbeitung von verderblichen mediterranen Agrarprodukten vor Ort weiterentwickeln, um dezentralisierte und mit erneuerbaren Energien betriebene Lösungen für die Verarbeitung vor Ort oder in der Nähe des Standorts zu unterstützen, die die Haltbarkeit verlängern, die Produktqualität verbessern und den Anteil der in den Gebieten verbleibenden Wertschöpfung erhöhen

Sektion 2 – Research and Innovation Actions

Die Ausschreibungen der Sektion 2 adressieren die drei Förderschwerpunkte von PRIMA in einer gemeinsamen Ausschreibung und werden von den nationalen Fördereinrichtungen entsprechend der nationalen Förderregularien der teilnehmenden Länder implementiert und vollständig von den beteiligten Mitgliedstaaten finanziert. Für deutsche Projektbeteiligungen in Sektion 2 stellt das BMFTR im Jahr 2026 Mittel in Höhe von 2,85 Mio. Euro zur Verfügung.

Themenbereiche:

  • Wassermanagement: Ansätze zur Nutzung von Ökosystemfunktionen und Verbesserung der Wasserzuteilung für den Schutz und die Wiederherstellung von nicht-perennialen Wasserläufen im Mittelmeerraum
  • Landwirtschaftssysteme: neuartige ferngesteuerte und nicht-invasive IKT-Überwachungs- und Kontrollsysteme gegen Krankheiten und Schädlingsbefall
  • Wertschöpfungskette in der Agrar- und Ernährungswirtschaft: Stärkung mediterraner Lebensmittel-Wertschöpfungsketten durch kontextbezogene digitale Rückverfolgbarkeit

Die Projektvorschläge in der Sektion 2 können auch übergreifende Ansätze verfolgen.

Nationale Online-Informationsveranstaltung

21. April 2026; 10-12 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich an deutsche Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die eine Beteiligung an den PRIMA-Ausschreibungen 2026 planen oder sich über die neuen Förderbedingungen informieren möchten. 

Zur Anmeldung

 

Kontakt

Stephan Epe / Tanja Gillmann
E-Mail: prima@dlr.de
Tel. +49 228 3821 2396

 

 

Förderregion
International
Status
offen
Einreichungsfrist
Laufzeit
Ab 20. März 2026
Fördermittelgeber
BMFTR

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