Fördermittelgeber

Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema multinationale und translationale Forschung im Rahmen des ERA-NET NEURON zu bidirektionalen Interaktionen zwischen Gehirn und Körper

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Die menschliche Gesundheit zu verbessern, zu erhalten und im Krankheitsfall wiederherzustellen sind weltweite Anliegen von höchster Priorität. In Europa leidet einer von sechs Menschen unter psychischen Problemen und neurologische Erkrankungen stellen eine der Hauptursachen für vorzeitigen Tod und Behinderung dar. Deshalb ist die Gesundheitsforschung im Bereich des zentralen Nervensystems von entscheidender Bedeutung.

Im Rahmen dieser gemeinsamen Förderbekanntmachung wird eine begrenzte Anzahl multinationaler Forschungsprojekte gefördert, die einen Beitrag zur grundlegenden translationalen Erforschung von bidirektionalen Interaktionen zwischen Gehirn und Körper leisten.

Studien haben gezeigt, dass das zentrale Nervensystem und andere Bereiche des Körpers in hohem Maße miteinander kommunizieren. Das zentrale Nervensystem beeinflusst andere physiologische Funktionen durch Signale, die vom Gehirn an den Körper übertragen werden und umgekehrt. Signale von peripheren Organen an das Gehirn können unter anderem vom Immunsystem, von Stoffwechselprozessen, der Darm-Hirn-Achse und dem Mikrobiom ausgehen. Eine Dysregulation der Kommunikation zwischen Gehirn und Körper kann zu schwerwiegenden Störungen der Hirnfunktionen und damit verbundenen Komorbiditäten führen. Die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen sind weitgehend unbekannt.

Gefördert werden präklinische und klinische Forschungsansätze, die sich mit der Pathophysiologie und den therapeutischen Entwicklungen bei neurologischen oder psychischen Störungen befassen, die mit bidirektionalen Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Körper zusammenhängen. Im Rahmen dieser Förderrichtlinie kann ein breites Spektrum an Aspekten erforscht werden, die bei der Interaktion zwischen Gehirn und Körper eine Rolle spielen, zum Beispiel die zugrunde liegenden genetischen, epigenetischen und molekularen Mechanismen von Krankheiten. Dies umfasst zum Beispiel auch die Erforschung der Rolle des Immunsystems, des Darms und Mikrobioms, des Stoffwechselsystems, des autonomen Systems und des Hormonsystems bei neurologischen oder psychischen Störungen, ohne andere Aspekte auszuschließen, zum Beispiel die Rolle der Körperrepräsentation im Gehirn. Ziel der geförderten Projekte kann auch die Entwicklung präventiver, diagnostischer oder therapeutischer Ansätze einschließlich pharmakologischer Studien und technologischer Entwicklungen auf der Grundlage pathophysiologischer Mechanismen sein.

Kontakt

Dr. Sophia Schach
Telefon: +49 228 3821 1743
E-Mail: sophia.schach@dlr.de

Dr. Christina Müller
Telefon: +49 228 3821 2182
E-Mail: chr.mueller@dlr.de

 

Förderregion
International
Status
offen
Einreichungsfrist
Laufzeit
Ab Mai 2025
Fördermittelgeber
BMBF

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