Einflussfaktoren, Motivation und Anreize beim Wasserpfeifenkonsum

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Gegenstand der Förderung ist ein Forschungsvorhaben, das Ursachen, Motivation und Anreize für das Wasserpfeifenrauchen untersucht.

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Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) hat sich weltweit – auch in Deutschland - zu einem neuen Trend entwickelt. Während die allgemeine Raucherquote und damit vor allem das Zigarettenrauchen bei Jugendlichen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind, hat sich das Shisha-Rauchen als eine alternative Form des Tabakkonsums etabliert.

Wasserpfeifenrauch enthält eine Vielzahl an schädlichen Substanzen. Von ihm gehen Gesundheits- und Suchtgefahren aus, die ähnlich hoch sind wie beim Rauchen von Tabakzigaretten. Die wissenschaftlich belegten Risiken des Shisha–Rauchens reichen von Atemwegserkrankungen, Erkrankungen der Lungen über Krebserkrankungen bis hin zu Herzkreislauf-Erkrankungen. Die Gefahr der Suchtentwicklung scheint für Konsumierende von Wasserpfeifen vergleichbar zu sein mit der Gefahr für Zigarettenrauchende. Auch der Rauch von tabakfreien Wasserpfeifen enthält eine Vielzahl an Substanzen, die potentiell gesundheitsgefährdend sind.

Der Studie „Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA)“ zufolge liegt der prozentuale Anteil aktueller Wasserpfeifennutzer und Wasserpfeifennutzerinnen in Deutschland aktuell bei 1,8%. 13,0% der Befragten gaben an, jemals eine Wasserpfeife genutzt zu haben. Auch wenn etwa die Hälfte der aktuellen Wasserpfeifennutzerinnen und Wasserpfeifennutzer mit dem Konsum im Alter von 17 Jahren oder jünger begonnen hat, so haben 15,2% der Nutzerinnen und Nutzer ihren Konsum erst im Alter von 26 oder älter gestartet. 23,0 % geben an, die Wasserpfeife mindestens einmal wöchentlich oder fast täglich zu nutzen. Häufig sehen sich die Konsumierenden dabei selbst gar nicht als „Raucher“ an. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beabsichtigt, eine wissenschaftliche Studie zu den Hintergründen des Wasserpfeifenkonsums zu fördern. Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, Handlungsempfehlungen zu liefern, mit welchen Präventionsbotschaften die Zielgruppen erreicht und eine verstärkte Aufklärungsarbeit geleistet werden könnte.

Kontakt

Dr. Ursula Kopp
Telefon: +49 228 3821 1230

Dr. Bettina Möller-Bock
Telefon: +49 30 67055 8268

E-Mail: projekttraeger-bmg@dlr.de
 

Förderprogramm
Ressortforschung des BMG (Bekanntmachungen)
Förderregion
National
Status
geschlossen
Einreichungsfrist
Auftraggeber
BMG