Datenmanagement zu Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitik

Von der Datenerhebung bis zur Veröffentlichung: Wir sichern die Qualität der deutschen Einträge im „STIP Compass“, der Onlinedatenbank für Initiativen in Wissenschaft, Technologie und Innovation.
Frau vor Laptopbildschirm mit STIP-Compass

Um Forschung und Innovation zu gestalten, benötigen politische Entscheiderinnen und Entscheider international vergleichbare Daten. Der STIP Compass bietet dafür eine einzigartige, öffentlich zugängliche Informationsquelle. Für Deutschland betreut der DLR Projektträger die Datenbank im Auftrag des BMFTR mit einem umfassenden Leistungspaket.

Der „Science-, Technology- and Innovation Policy Compass“ (STIP Compass) ist eine englischsprachige, internationale Onlinedatenbank der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der Europäischen Kommission (EC). Die Datenbank bündelt ausgewählte Strategien, Rahmenprogramme und Fördermaßnahmen zu Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation. Seit seinem Start im Jahr 2018 wird der STIP Compass kontinuierlich weiterentwickelt. Derzeit sind über 60 Länder und die EU darin vertreten.

Der STIP Compass schafft Transparenz über Trends in Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik und ermöglicht weltweit systematische Analysen. Für die OECD und die Wissenschaft bilden die Daten eine zentrale Grundlage für zahlreiche international relevante Fachpublikationen – etwa für den „STI Outlook“. Der Bericht analysiert globale Trends und politische Strategien in Wissenschaft, Technologie und Innovation und bewertet ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.

Umfassendes Leistungspaket des DLR Projektträgers

Für die Einträge aus Deutschland ist der National Contact Point (NCP) für den STIP Compass im DLR Projektträger verantwortlich – im Rahmen des Auftrags „Internationales Büro“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Damit bildet der DLR Projektträger mit dem deutschen NCP eine wichtige Schnittstelle zwischen dem BMFTR und der OECD. Zu den Aufgaben gehören:

  • Identifikation geeigneter Initiativen und Erstellung von Textentwürfen, um diese Initiativen in den STIP Compass aufzunehmen
  • Koordination der Abfrageprozesse mit den verantwortlichen Bundesressorts sowie Unterstützung von Forschungs- und Mittlerorganisationen
  • Befüllung der Datenbank mit den freigegebenen Initiativen und Durchführung von Qualitätskontrollen
  • Erarbeitung von Textentwürfen zu übergreifenden Inhalten u. a. zu nationalen FuI-Prioritäten und -Trends
  • Vorschläge für die inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung des STIP Compass und seiner Nutzung 

Ein echter Gewinn für die internationale Zusammenarbeit

Durch Visualisierungen und detaillierte Länderprofile erleichtert es der STIP Compass, die bereitgestellten Informationen zu analysieren. Unter der Rubrik „Thematic Portals“ bietet er zudem Einblicke in aktuelle übergreifende Politikthemen wie „Research Security“, „STI policies for net zero“ oder „Space Policy“.
Die Daten aus dem STIP Compass werden auch von weiteren Organisationen wie der EC, der Internationalen Energieagentur (IEA) und den G20 genutzt.

Der Kompass steht somit nicht nur für harmonisierte Daten zu nationalen Politikinitiativen im Bereich Forschung und Innovation, sondern leistet zudem einen substanziellen Beitrag für die europäische und internationale Zusammenarbeit.

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