Cybersicherheit made in Europe: NKCS-Fachkonferenz in Köln
27.10.2026 — Eine leistungsfähige und wettbewerbsfähige europäische Cybersicherheitswirtschaft ist eine wesentliche Voraussetzung für digitale Souveränität, technologische Eigenständigkeit und die sichere digitale Transformation Europas. Deshalb widmet sich die NKCS-Fachkonferenz am 17. November 2026 in Köln dem Thema „Zukunftsmarkt Cybersicherheit – Ein europäischer Markt für europäische Produkte“. Mit vielfältigen fachlichen Impulsen bietet die Konferenz einen Überblick über den deutschen und europäischen Cybersicherheitsmarkt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen, wirtschaftliche Potenziale und konkrete Initiativen zur Stärkung der europäischen Cybersicherheitswirtschaft.
Zum Auftakt: Impulse für einen souveränen Cybersicherheitsmarkt
Den politischen Auftakt der Veranstaltung gestaltet Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), mit einer Keynote. Anschließend beleuchten Expertinnen und Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), des Digitalverbands Bitkom und des Cyberintelligence Institute die aktuelle und zukünftige Bedrohungslage, wirtschaftliche Entwicklungen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Cybersicherheitsbranche. Ergänzend gibt Isabell Weiss, CISO des Landes Schleswig-Holstein, Einblicke in Strategien und Herausforderungen zur Stärkung digitaler Souveränität aus Perspektive der öffentlichen Verwaltung im Kontext von Open Source Lösungen.
Aus der Praxis: Innovationen fördern und in die Anwendung bringen
Ein weiterer Schwerpunkt der Fachkonferenz liegt auf der Förderung innovativer Cybersicherheitslösungen und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) stellt mit „Digital-Tech-to-Product“ ein Förderprogramm vor, das die Entwicklung marktfähiger digitaler Technologien und Produkte unterstützt – insbesondere auch im Themenfeld der Cybersicherheit. Ergänzend werden europäische Fördermöglichkeiten im Rahmen der Programme „Digital Europe“ und „Horizon Europe“ vorgestellt.
Ein weiterer Themenblock widmet sich den Innovations- und Fördermöglichkeiten im Bereich Cyber Defense und Dual Use.
Wie digitale Souveränität konkret gestärkt werden kann, zeigen unter anderem der Marktplatz IT-Sicherheit und das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS). Sie geben Einblicke in praxisnahe Ansätze zur Verbreitung von IT-Sicherheitslösungen und zur Stärkung souveräner Softwarelieferketten.
DLR Projektträger stärkt Vernetzung und Wissenstransfer
Der DLR Projektträger organisiert die Fachkonferenz federführend im Rahmen des Nationalen Koordinierungszentrums für Cybersicherheit (NKCS). Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) berät er insbesondere Unternehmen und Start-ups zu europäischen Fördermöglichkeiten und fördert die Vernetzung der nationalen Cybersicherheits-Community.
Mit der Fachkonferenz schafft der DLR Projektträger eine Plattform, um den Austausch innerhalb der Cybersicherheitscommunity zu stärken, neue Kooperationen anzustoßen und den Transfer innovativer Cybersicherheitslösungen zu fördern.
Das NKCS verfolgt das Ziel, die deutsche und europäische Cybersicherheitswirtschaft sowie die Cybersicherheitsforschung zu stärken und die digitale Souveränität Europas auszubauen. Als Teil eines europaweiten Netzwerks nationaler Koordinierungszentren unterstützt es insbesondere Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen bei der Erschließung europäischer Fördermöglichkeiten und fördert die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb der Cybersicherheits-Community.
Das NKCS wird operativ gemeinsam vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem DLR Projektträger (DLR-PT), dem Forschungsinstitut CODE der Universität der Bundeswehr München (FI CODE) und dem VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) getragen.