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Rettungskräfte befördern Personen in einem Boot auf einer überfluteten Strasse

KI für das Krisenmanagement: Vier Projekte zur Förderung ausgewählt

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Im Rahmen des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz (KI-Innovationswettbewerb) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vier neue Forschungsvorhaben. Darin werden KI-Anwendungen im Zusammenhang mit Pandemien und anderen Krisenereignissen entwickelt und erprobt. Der DLR Projektträger betreut das Technologieprogramm.

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02.08.2021 — Im Rahmen des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz (KI-Innovationswettbewerb) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vier neue Forschungsvorhaben. Darin werden KI-Anwendungen im Zusammenhang mit Pandemien und anderen Krisenereignissen entwickelt und erprobt. Der DLR Projektträger (DLR-PT) betreut das Technologieprogramm.

Aktuelle Krisen wie die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW oder der Chemieunfall in Leverkusen machen deutlich: In Krisensituationen ist es wichtig, verlässliche Informationen für Präventions- und Rettungsmaßnahmen schnell bereitzustellen. Herausforderungen liegen vor allem darin, viele heterogene Datenquellen intelligent zu verknüpfen sowie Inhalte für die Krisenkommunikation aufzubereiten und den betroffenen Stellen schnell zugänglich zu machen. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten hierfür enormes Potenzial.

Die vier Projekte, die am 1. Juni 2021 gestartet sind und mit insgesamt rund 44 Millionen Euro gefördert werden, waren vom BMWi im Rahmen eines Begutachtungsprozesses ausgewählt worden, an dem neben externen auch Gutachterinnen und Gutachter des DLR-PT beteiligt waren. „Nachdem wir die Antragstellenden bereits beraten hatten, haben wir die Anträge schließlich auf Basis aller Gutachten bewilligt“, erklärt Dr. Patrick Lay, stellvertretender Abteilungsleiter „Digitale Technologien und Anwendungen“ im DLR-PT-Bereich „Gesellschaft, Innovation, Technologie“.

Die Fachabteilung, die seit vielen Jahren für das BMWi als Dienstleister tätig ist, hatte das Ministerium bei der Konzeption der Förderbekanntmachungen unterstützt und wird das Technologieprogramm auch weiterhin betreuen.

Übergeordnetes Ziel der neuen Vorhaben ist es, Akteuren mit Hilfe Künstlicher Intelligenz neue, innovative Entscheidungshilfen und passgenaue elektronische Dienste an die Hand zu geben, etwa zur Koordination von Hilfseinsätzen. Der Schutz der Bevölkerung soll dadurch ebenso gestärkt werden wie die Resilienz der Wirtschaft.

Das sind die vier neuen Projekte:

  • Im Vorhaben CoyPu (Cognitive Economy Intelligence Plattform für die Resilienz wirtschaftlicher Ökosysteme) wird unter Leitung des Instituts für Angewandte Informatik (InfAI) eine KI-basierte Plattform für ein effizientes Krisenmanagement entwickelt. Sie soll hochqualitative und tagesaktuelle Prognosen im Zusammenhang mit Krisen erleichtern.
  • Krisenszenarien künftig schneller und sicher vorhersehen und identifizieren – darum geht es in PAIRS (Privacy-Aware, Intelligent and Resilient CrisiS Management). Unter Leitung der Advaneo GmbH entwickelt das Projekt eine lernende KI-Plattform für das Management von Krisen.
  • Ziele von ResKriVer (Kommunikations- & Informationsplattform für resiliente, krisenrelevante Versorgungsnetze) sind die Sammlung, Generierung und Kommunikation krisenrelevanter Informationen sowie die Prognose von Engpässen in Versorgungsnetzen. Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) geleitet.
  • Unter dem Titel SPELL (Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Lagemanagement) wird eine KI-basierte Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Lagemanagement entwickelt. Die Projektleitung liegt beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Die Verbundvorhaben, die auf Konsortien renommierter Forschungs- und Anwendungspartner aufbauen, sollen maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung des Krisenmanagements geben sowie konkrete Lösungen für Unternehmen, Verwaltung, Politik und Forschung entwickeln und erproben. Sie werden im Rahmen der dritten Förderbekanntmachung beim KI-Innovationswettbewerb zum Thema „Künstliche Intelligenz und vernetzte Datentechnologien für infektiologische und andere die Wirtschaft bedrohende Krisen“ über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

Der KI-Innovationswettbewerb soll die Anwendung Künstlicher Intelligenz in volkswirtschaftlich relevanten Wirtschaftsbereichen vorantreiben, insbesondere in mittelständischen Unternehmen. Der DLR Projektträger ist im Auftrag des BMWi für die fachliche und administrative Betreuung des KI-Innovationswettbewerbs mit inzwischen insgesamt drei Förderbekanntmachungen verantwortlich.

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Birgit Bott

Birgit Bott

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