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Alle Informationen aus der Nachhaltigkeitsforschung in Stadt und Region.
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Nachhaltigkeitsforschung in Stadt und Region
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BMFTR-Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung (SÖF)
Newsletter Nr. 2/2026 | 20. Mai 2026 |
: www.soef.org
: LinkedIn |
Liebe Leserin, lieber Leser,
manchmal ist es der aktuelle Leidensdruck oder ein schmerzhafter Blick in die Zukunft, der eine Transformation ermöglicht. Zum Beispiel, wenn Kommunen mit Hitzeperioden und Wassermangel, den Symptomen des fortschreitenden Klimawandels, akut konfrontiert sind. Oder wenn Kirchen aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und ihres Mitgliederschwunds feststellen, dass sie ihren Kirchengebäudebestand künftig nicht mehr finanzieren können.
Geht man einen solchen Anpassungsdruck im städtischen Raum jedoch systemisch, kreativ, innovativ, partizipativ und vor allem konstruktiv an, erblühen neue Ideen für eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft. Es entstehen öffentliche Möglichkeitsräume und neue Allianzen – eine Transformation! Beispiele dafür bietet das Projekt MaKiLe. Hier suchen die Evangelische Kirche Mannheim und die Stadt Mannheim gemeinsam mit der Universität Kassel nach Lösungsansätzen, wie sich kirchliche Immobilien säkularisieren lassen und zugleich als bedeutsame "Soziale Orte" erhalten bleiben. Ob als Feuerwehrhaus, Sportstätte, Wellness-Hub oder Eventlocation, hier geht es um einen Mehrwert der Gebäude als nachhaltig gestaltete Begegnungsstätte für die Menschen im Quartier.
Lassen Sie sich inspirieren von diesen und weiteren Projektergebnissen, kommenden Veranstaltungen und Neuigkeiten aus unserem Förderschwerpunkt.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
Ihr SÖF-Newsletter-Team
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Quelle: Hanna Wissemann, Universität Kassel, Fachgebiet Städtebau; In: S. Rettich, C. Klausmann, E. Eichhorn (Hrsg.) (2026), S. 65, doi: 10.17170/kobra-2026042112084
Transformation – Illustration: Grafikausschnitt aus der Publikation "Kirchen in Transformation – Ein Nolli Plan für Mannheim" des Projektes MaKiLe mit Ideen-Skizzen für die Transformation von neun Mannheimer Kirchen. Die Abbildung zeigt ein Transformationskonzept für die Mannheimer Paul-Gerhardt-Kirche als Sportstätte mit Boulderhalle. |
Aktuelles aus dem Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung
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Neues aus den Forschungsprojekten
Nachhaltiges Bauen und Wohnen, nachhaltige Infrastrukturen
Nachhaltige Mobilität
Nachhaltigkeit in der Wissenschaft, Transdisziplinarität und Methoden
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Veranstaltungen & Termine
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Nachgefragt!
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Aktuelles aus dem Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung
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BMFTR-Symposium "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" – Rückblick
Am 18. und 19. März 2026 fand das 7. BMFTR-Symposium "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" statt. Unter dem Titel "Transformationen erfolgreich gestalten – Innovationen für nachhaltige Hochschulen und Forschungseinrichtungen" kamen rund 270 Teilnehmende zusammen, um aktuelle Fragen der Transformation im Wissenschaftssystem zu diskutieren. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hatte gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ins Berliner Stadtbad Oderberger Straße eingeladen. Erfahren Sie mehr in der FONA-Nachricht und auf der Website: Dort sind auch eine Dokumentation, Ergebnisse der Workshops, eine Postersammlung sowie eine Fotogalerie verfügbar.
Planungsbeschleunigung für die Klimaanpassung – mit Urbanen Digitalen Zwillingen
Die neue Fördermaßnahme "Planungsbeschleunigung für die Klimaanpassung mit Urbanen Digitalen Zwillingen" ist am 27. und 28. April 2026 mit einem Kick-off gestartet. Um Klimaanpassung effektiver und schneller in die Stadt- und Regionalplanung zu integrieren sowie Planungs- und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, sollen Urbane Digitale Zwillinge (UDZ) als zentrales Instrument dienen; zum Beispiel, indem sie unterschiedliche Datenquellen integrieren und simulationsgestützte Entscheidungen ermöglichen. Sieben geförderte Projekte mit ihren Reallaboren in insgesamt 11 Städten stellten sich vor. Es werden unterschiedliche Ansätze zur Nutzung urbaner digitaler Zwillinge entwickelt – von KI-gestützten Planungswerkzeugen über Simulationen von Hitze- und Starkregenszenarien bis hin zu Visualisierungen für Beteiligungsprozesse. Das in der Sozial-ökologischen Forschung geförderte Leipziger Projekt CoKliP erweitert Leipzigs Urbanen Digitalen Zwilling um ein "Cockpit für Klimamissionen". Es erleichtert die Bewertung konkurrierender Flächennutzungen, integriert vielfältige Klimadaten und beschleunigt Planungs- und Entscheidungsprozesse. Das Begleit-Vorhaben LINKUDT unterstützt die Projekte der Fördermaßnahme durch Koordination, Wissenstransfer und die Entwicklung gemeinsamer Standards und Dateninfrastrukturen.
On-Demand-Ridepooling-Systeme verstetigen – wie geht's?
Die Verkehrswende benötigt effiziente On-Demand-Ridepooling-Systeme (ODR), öffentlichen Verkehr auf Abruf, um Mobilitätslücken zu schließen. Viele Pilotprojekte scheitern jedoch nach der Testphase an der Finanzierung. Zwei ODR-Beispiele – "sprinti" (Hannover) und "lümo" (Lübeck) – zeigen, dass eine dauerhafte Verstetigung durch feste institutionelle Einbettung und die Berücksichtigung psychologischer Nutzerbedürfnisse wie Autonomie gelingt. Während "sprinti" durch regionale Planung überzeugt, sichert in Lübeck ein Bürgerrat die gesellschaftliche Akzeptanz. Ganzheitliche Evaluationen sind für den langfristigen Erfolg entscheidend. Lesen Sie mehr zu diesen Projekten in der GAIA-Ausgabe 1/2026.
→ Zum Artikel
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"Administratives to go" – unsere Tipps für geförderte Projekte
Haben Sie schon eine Zahlungsanforderung eingereicht?
Ein hoher Mittelabfluss ist bei laufenden Projekten im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung des BMFTR wichtig. Bitte schicken Sie uns daher regelmäßig und zeitnah Ihre Mittelabrufe über profi online! Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie gerne die für Ihr Projekt zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Verstaubte Aktenordner sind Geschichte!
Seit 2025 bearbeiten wir neue Projektförderakten ausschließlich digital in der E-Akte. So sind wir gut für eine nachhaltige papierlose Zukunft gerüstet und können: "Einfach. Digital. Verwalten."!
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Neues aus den Forschungsprojekten
Soweit nicht anders verzeichnet, ist die Quelle eines Beitrags in diesem Newsletter eine Person aus dem jeweiligen Projekt. |
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Nachhaltiges Bauen und Wohnen, nachhaltige Infrastrukturen |
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Wenn die Kirche auszieht – Soziale Orte im Wandel
Kirchen als Transformationsaufgabe sind im Planungsdiskurs und im architektonischen Alltag längst angekommen. Es gibt eine große Bandbreite an Umnutzungen und eine beachtliche Reihe exzellenter Beispiele für die Umwandlung von Kirchen. Die meisten Kirchgebäude wurden in Kultur-, Sozial- oder in Bildungseinrichtungen umgewandelt. Es sind vor allem private Träger, die in Wohnen oder auch in Handel investieren, während Stiftungen, Vereine und andere Träger stärker auf gemeinwohlorientierte Nutzungen abheben. Im Projekt "MaKiLe – Mannheimer Kirchen und Lebensmittelmärkte" wurden etwa 80 solcher Best-Practice-Beispiele ausgewertet. Ergebnisse sowie Transformationskonzepte für neun verschiedene Mannheimer Kirchen finden sich in der Publikation "Kirchen in Transformation – Ein Nolli-Plan für Mannheim". Im Projekt der Universität Kassel im Verbund mit der Evangelischen Kirche in Mannheim (EKMA) und der Stadt Mannheim fand am 23. April 2026 ein Workshop mit öffentlicher Abendveranstaltung zum Thema "Wenn die Kirche auszieht – Soziale Orte im Wandel" statt. Eingeladen waren Akteurinnen und Akteure aus Kirche, Immobilienwirtschaft, Architektur, Stadtverwaltung, Sozialverbänden und Stiftungen, um gemeinsame Perspektiven für den Umgang mit kirchlichen Gebäuden und deren Bedeutung als soziale Orte in einer sich wandelnden Gesellschaft zu entwickeln. Was macht soziale Orte aus? Welche Anforderungen müssen sie erfüllen? Und welche Hindernisse behindern ihr Entstehen? Diskutiert wurden unter anderem langfristige Tragfähigkeit, Finanzierung, Vernetzung, Vertrauen sowie Nutzungskonflikte.
Gemeinschaftlich Wohnen – Verwaltungslotsin und Anhandgabe
Das Projekt SInBa untersucht im Artikel "Gemeinschaftliche Wohnprojekte – Wie kommt soziale Innovation aus der Nische? Ein lokales Beispiel aus Wuppertal", wie gemeinschaftliche Wohnprojekte leichter realisiert werden können und welche Voraussetzungen nötig sind, damit sich diese soziale Innovation über einzelne Pionierprojekte hinaus verbreitet. Ausgehend von Erfahrungen aus einem Wuppertaler Reallabor – insbesondere anhand der Rolle einer "Verwaltungslotsin" und neuen Instrumenten wie der Anhandgabe – analysiert der Artikel Herausforderungen und Gelingensbedingungen aus Praxis- und Innovationsforschungsperspektive. Im Fokus stehen dabei Ansätze, die den Umsetzungsaufwand reduzieren, sowie Perspektiven für eine stärkere Professionalisierung, etwa durch Genossenschaften oder spezialisierte Entwickler. Der Artikel zeigt, wie gemeinschaftliches Wohnen als Ansatz für suffizientes und sozial eingebettetes Wohnen weiterentwickelt werden kann und welche Impulse sich daraus für Politik und Praxis ergeben.
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Technologiedossiers – Hightech aus Deutschland für klimaneutrale Mobilität
Die Transformation der Mobilität zur Klimaneutralität erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch neue Ansätze zur gesellschaftlichen Einbettung und Regulierung. Im Projekt BRIDGE-HTAD werden Technologiedossiers zu zentralen Zukunftsfeldern wie Lieferdrohnen, autonomes Fahren oder KI-gestützte Mobilitätsoptimierung entwickelt. Diese enthalten strukturierte Aussagen zu Herausforderungen, Bedarfen und Chancen in den Bereichen: Klimaschutzbeitrag, Standortrelevanz Deutschland, Reifegrad und Skalierbarkeit, Konflikt- und Gerechtigkeitsintensität sowie Regulatorischer Hebel und Steuerungsbedarf. Abschließend werden mögliche Beiträge der sozial-ökologischen Forschung zur Entwicklung und Einführung der Technologie genannt.
Das im März 2026 veröffentlichte erste Dossier zum Technologiefeld "Urbane und Regionale Lieferdrohnen" zeigt die Potenziale bezüglich unterschiedlicher Nachhaltigkeitsaspekte auf. Während ökologische Vorteile vor allem in Anwendungen wie der ländlichen Versorgung oder medizinischen Logistik entstehen, können in urbanen Räumen Zielkonflikte und Rebound-Effekte auftreten. Das wirtschaftliche Potenzial liegt vor allem in der Systemintegration und im Betrieb komplexer Mobilitätslösungen, weniger in Hardware-Komponenten, wo Standortrisiken bestehen. Auf Basis von Literaturanalysen und Expertenfeedback empfiehlt das Dossier die gezielte Förderung gemeinwohlorientierter Anwendungsfälle, mehr Reallabore und Innovationscluster sowie neue Governance-Strukturen, insbesondere auf kommunaler Ebene. Die Ergebnisse liefern praxisnahe Orientierungen für Forschung, Politik und Umsetzung und zeigen, wie Hightech zur klimaneutralen Mobilität beitragen kann.
Parkgebühren für alternative Verkehrsangebote – Mobility Benefit Districts
Das Projekt MBD 15: Mobility Benefit Districts untersucht Wirkungen eines neuen Instruments zur beschleunigten Umsetzung der 15-Minuten-Stadt auf Verkehr, Aufenthaltsqualität, Akzeptierbarkeit und Governance. Es geht um "Mobility Benefit Districts" (MBD): ein Konzept, das Parkgebühren zweckgebunden für alternative Verkehrsangebote nutzt und Bürgerinnen und Bürger durch einen Bürgerhaushalt in die Entscheidung über deren Verwendung einbezieht. Die Studie "Innovative parking management through Mobility Benefit Districts: a systematic review of academic evidence and an exploration of European case studies" analysiert wissenschaftliche Artikel und praxisnahe Fallstudien in europäischen Ländern. Maßnahmen auf Stadtebene dominieren die wissenschaftliche Debatte, während solche auf Nachbarschaftsebene eher in nicht-akademischen Publikationen erscheinen. Obwohl Bürgerbeteiligung zentral für das MBD-Konzept ist, zeigt die Analyse einen Mangel an Beteiligungsmethoden in der Umsetzung. Auf Grundlage der Literaturanalyse werden drei Schlussfolgerungen für die zukünftige Gestaltung von MBD gezogen: (1) Umsetzung auf Nachbarschaftsebene, um die zweckgebundene Verwendung von Parkgebühren rechtlich zu ermöglichen; (2) Einrichtung eines öffentlichen Mobilitätsfonds zur Sicherung von Transparenz bei der Projektfinanzierung und (3) Mittelvergabe durch Bürgerbeteiligung / Bürgerhaushalt zur Erhöhung der Akzeptierbarkeit von Parkgebühren.
Neue Wege – anders pendeln
Wie verändern sich Pendelpraktiken und wie lassen sich positive Veränderungen durch gezielte Interventionen fördern? Das hat das Projekt PendelLabor untersucht und die Ergebnisse im Artikel "Reconfiguring commuting - Using practice theory in real-world laboratories" veröffentlicht. Die Forschung im Reallabor hat gezeigt, dass die Veränderung von Pendelpraktiken im Rahmen von Pendelexperimenten möglich ist und viele Pendlerinnen und Pendler ihren Arbeitsweg umweltfreundlich umgestalten können. Dafür notwendig ist das Lernen von neuen Fähigkeiten, zum Beispiel der Umgang mit dem Wetter, ein Verständnis des ÖPNV-Systems oder Kenntnisse, wie auf dem Fahrrad gut Gegenstände transportiert werden können. Genauso wichtig sind neue Bedeutungen, die sich durch das praktische Ausprobieren von alternativen Verkehrsmitteln entwickeln, insbesondere der Spaß an Bewegung und gesundheitliche Aspekte. Das größte Hindernis auf dem Weg zu nachhaltiger Pendelmobilität sind die weiterhin häufig mangelhaften Fahrradinfrastrukturen und die fehlende Zuverlässigkeit des Öffentlichen Nahverkehrs. Auf Grundlage der Ergebnisse werden im aktuellen Projekt transform-R im Reallabor "Anders Pendeln" Pendelexperimente entwickelt und erprobt, die als Instrument im Mobilitätsmanagement eingesetzt werden können.
Gerechte Mobilitätswende – Aufbau einer Community of Practice
Eine gerechte Mobilitätswende erfordert den Abschied von rein technokratischen Planungsansätzen. Um soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu vereinen, setzt das Projekt Fair Mobility auf intersektionale Perspektiven und den Aufbau sektorübergreifender Kooperationen. Die Projektwebsite wurde erweitert und bietet Einblicke in bisher unterrepräsentierte Mobilitätsrealitäten. Neue Podcasts und Webinare vertiefen den Dialog über nutzerzentrierte Planung, Jugendverkehrssicherheit und die Rolle von Frauen als Akteurinnen der Stadtgestaltung. Ein Meilenstein ist die erfolgreiche Kooperation mit dem Horizon-Projekt INSPIRE beim Aufbau einer Community of Practice (CoP). Da sich beide Projekte bereits in ihrem letzten Jahr der Forschungsförderung befinden, ruft Fair Mobility Forschende anderer europäischer Projekte dazu auf, eine ehrenamtliche Gemeinschaft zu bilden. Ziel ist es, einen zeitlich definierten Dialograum zu schaffen, um Themen wie Equity, Gender und Intersektionalität projekt- und feldübergreifend zu vertiefen und den Wandel ko-kreativ zu gestalten. Sie laden ein, Teil der zweiten Phase der "CoP Innovation" zu werden und gemeinsam neue Wege in der Forschung zu beschreiten.
→ Weitere Informationen: Podcast und Webinare; Fair Mobility films und Kontakt für CoP-Interessierte
SmartUrbanity – digitale Werkzeuge für die 15-Minuten-Stadt
Wie können Städte so gestaltet werden, dass wichtige Alltagsziele in kurzer Zeit zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind – und das für alle Menschen? Das Projekt SmartUrbanity zielt darauf ab, mithilfe digitaler, partizipativer Werkzeuge, Städte bei der Transformation zur 15-Minuten-Stadt zu unterstützen. Im Fokus steht die Entwicklung von drei Tools: eine Beteiligungs-App als Schnittstelle zu Bürgerinnen und Bürgern zur Erfassung von Mobilität (inklusive Mängelmelder und Umfragen), ein Tool zur Erreichbarkeitsanalyse sowie ein Planungsunterstützungssystem für Entscheidungsträgerinnen und -träger. In einem Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wurden Anforderungen für die Tool-Entwicklung diskutiert. Ergebnisse: Eine einfache Handhabung, barrierefreie Zugänge, transparente Datennutzung, klare Feedbackmechanismen sowie eine Moderation der Beteiligungsformate sind entscheidend. Zudem sind Doppelstrukturen zu vermeiden und der Fokus auf die 15-Minuten-Stadt sowie übergeordnete Planungsparadigmen zu beachten. Digitale Werkzeuge bieten großes Potenzial für die Planung, insbesondere wenn sie verständlich, praxisnah und partizipativ gestaltet sind.
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Nachhaltigkeit in der Wissenschaft, Transdisziplinarität und Methoden |
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Can you have your cake and eat it too?
Transdisziplinäre Forschung (TDR) zielt darauf ab, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Gesellschaft Wirkungen zu erzielen. Dies stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen. Der Artikel beleuchtet dieses ambivalente Feld der TDR und befasst sich mit den Spannungen, die entstehen können, wenn man in beiden Bereichen Wirkung erzielen möchte. Mit dem Artikel "Can you have your cake and eat it too? Managing societal and scientific impacts in transdisciplinary research" stellen Nagy et al (2026) institutionelle, individuelle und projektbezogene Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderung vor und zeigen Ambivalenzen auf, die sich aus dem Zusammenspiel mit dem aktuellen akademischen System ergeben. Der Artikel eröffnet die Sonderreihe zum Thema "Frontiers in Transdisciplinary and Participatory Research". Die vierteilige Reihe in der Fachzeitschrift "GAIA-Ecological Perspectives for Science and Society" ist im Rahmen des tdAcademy-Projekts entstanden und wird durch das BMFTR gefördert. Weitere Artikel der Special Section in der aktuellen Ausgabe sind: "Scientific and societal relevance in inter- and transdisciplinary research. Navigating tensions, harnessing potentials" und "Coping with dual impact orientation in transdisciplinarity. tdAcademy Brief Reflection Guide #1".
Hochschuldidaktischer Leitfaden zu Service Learning – BNE in der Hochschullehre
Wie kann Service Learning systematisch zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre beitragen? Im Projekt SENATRA wurde hierzu ein praxisorientierter Leitfaden entwickelt. Basierend auf empirischen Erkenntnissen aus mehreren Semestern und Hochschulkontexten zeigt er, wie Service Learning als Lehr-Lern-Format strukturiert, umgesetzt und institutionell verankert werden kann. Der Leitfaden verbindet Ansätze aus BNE-, Transformations- und Wissenstransferforschung mit konkreten Erfahrungen aus der Hochschulpraxis. "Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Ein hochschuldidaktischer Leitfaden" ist entlang zentraler Phasen aufgebaut und bietet kompakte Empfehlungen zu Planung, Strukturierung von Theorie- und Praxisphasen, Qualitätssicherung, Rollenverteilung, Evaluation und Verstetigung. Ergänzt wird er durch Praxisbeispiele, typische Gelingensbedingungen sowie Hinweise zu Herausforderungen. Die Publikation richtet sich an Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Transferakteurinnen und -akteure und unterstützt die Umsetzung von Service Learning in unterschiedlichen Hochschulkontexten.
Wirkungsorientiertes Forschungsmanagement – eine Handreichung der GTPF
Die Arbeitsgruppe "Wirkung" der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e. V. (GTPF) hat die Handreichung "Wirkungsorientiertes Forschungsmanagement. Ein Ebenenmodell Erklärung und Reflexionsfragen" veröffentlicht. Das Ebenenmodell unterstützt dabei, Wirkungsplanung und -analyse strategisch in Forschungsprozesse und institutionelle Strategien einzubinden. Es verdeutlicht die Vielfalt wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Wirkungen und bietet Reflexionsfragen zur praxisnahen Orientierung.
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Veranstaltungen & Termine |
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Mobility-Lunch-Talk – zu Mobilitätsstationen
Online via Zoom
Wie lassen sich Mobilitätsstationen erfolgreich planen und attraktiv gestalten? Beim Mobility-Lunch-Talk am Donnerstag, 21. Mai, von 12:30 bis 13:30 Uhr (online via Zoom) geben zwei Fachvorträge praxisnahe Einblicke: Der erste Vortrag beleuchtet Planung, Umsetzung und konkrete Erfahrungen mit Mobilitätspunkten in München und im MVV-Raum, inklusive zentraler Erfolgsfaktoren. Der zweite Vortrag zeigt, wie Gestaltung und Planung zusammengedacht werden können, um intermodale Mobilität nutzerfreundlich, zugänglich und systemisch zu verknüpfen. Im Anschluss wird zu einem offenen Austausch eingeladen. Eine kurzfristige Anmeldung vor Veranstaltungsbeginn ist möglich!
→ Weitere Informationen und Anmeldung
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Fair Mobility Festival – Gemeinsam Barrieren überwinden
Wien und Ebensee (AT)
Das "Fair Mobility Festival: Inclusive Movement for All!" bietet Raum für intersektionalen Austausch durch geführte Touren (zum Beispiel im Sonnwendviertel oder mit Eva Kail in Mariahilf), Filmvorführungen und Workshops zu gerechter Mobilität. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle, die Mobilität als eine Frage von Rechten und Zugang begreifen.
→ Weitere Informationen
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Data Week Leipzig – Treffpunkt für digitale Stadtentwicklung und künstliche Intelligenz
Leipzig | Neues Rathaus
Vom 1. bis 5. Juni 2026 wird die Data Week im Neuen Rathaus Leipzig zum zentralen Treffpunkt für digitale Stadtentwicklung und künstliche Intelligenz. Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren praxisnah und zukunftsorientiert Lösungen für eine nachhaltige, produktive und resiliente Zukunft, mit besonderem Fokus auf Fernerkundungsdaten und Digitale Zwillinge zur Beschleunigung von Planungsprozessen und Unterstützung des Klimaschutzes. Ein Beispiel hierfür ist das CoKliP-Cockpit, eine KI-gestützte integrierte Planungsplattform für Stadt- und Infrastrukturplanung, die im Leipziger Digitalen Zwillingsprogramm entwickelt und im Reallabor "Schulquartier" erprobt wird. Das Projekt ist Teil der Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt zum Thema "Digitale Zwillinge zur Planungsbeschleunigung für Klimaanpassung". Das Event wird vom Referat Digitale Stadt Leipzig in Kooperation mit InfAI e. V., eccenca GmbH und ScaDS.AI Dresden/Leipzig organisiert und ist kostenpflichtig.
→ Data Week Leipzig und Projekt CoKliP
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ARL-Lunchtalk – Erfassung gesellschaftlicher Wirkungen
Online
Sie stehen vor der Aufgabe, die gesellschaftlichen Wirkungen Ihrer transdisziplinären oder partizipativen Forschung zu erfassen, wissen aber nicht, wie Sie das am besten angehen? Der von der AG Wirkung der Gesellschaft für Transdisziplinäre und Partizipative Forschung e. V. (GTPF) erarbeitete Orientierungsrahmen möchte Sie bei dieser Herausforderung unterstützen. In dem digitalen Lunch Talk am 5. Juni 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr wird der Orientierungsrahmen vorgestellt und es gibt ausreichend Zeit für Nachfragen. Referentinnen sind Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer (Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin) und Dr. Franziska Ehnert (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung).
→ Weitere Informationen und Anmeldung
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Nachhaltige Mobilität in der Lincoln-Siedlung und darüber hinaus? Erkenntnisse aus Praxis und Forschung
Köln | Zurich Campus
Die Abschlussveranstaltung von NaMoLi III (Nachhaltige Mobilität in Lincoln III - Verstetigung und Transfer innovativer nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Neubausiedlungen am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt) vermittelt planungspraktische und wissenschaftliche Erkenntnisse zu nachhaltigen Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere. Im Fokus stehen die folgenden Fragen: Wie lässt sich ein quartiersbezogenes Mobilitätskonzept umsetzen und verstetigen? Wie wirkt es sich auf das Mobilitätsverhalten der Bewohnenden aus? Werden Mobilitätskonzepte in der Quartiersentwicklung der Planungsstandard? Die Veranstaltung richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für Mobilität und Planung auf Quartiersebene interessieren. Anmeldefrist: 5. Juni 2026. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 14:30 Uhr statt.
→ Weitere Informationen
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FONA-Forum 2026: Wissen.Wohlstand.Wandel – Forschung mit Impact
Berlin und online
Wie gestalten wir Innovationen für eine nachhaltige Zukunft? Beim Forum "Forschung für Nachhaltigkeit" diskutieren Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft den Aufbruch rund um die neue FONA-Strategie, die durch Forschungsministerin Dorothee Bär erstmals vorgestellt wird – und entwickeln gemeinsam Ideen für konkrete Veränderungen. Das FONA-Forum 2026 beginnt am Mittwoch, 24. Juni 2026, 12:00 Uhr und endet am Donnerstag, 25. Juni, 13:00 Uhr.
→ Weitere Informationen und Anmeldung
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Projektabschluss Be-MoVe – Reallabor in Essen & Transformation Talks
Essen | Universitätsstraße
Am 26. Juni finden im Reallabor "Campus · Street · Lab" in Kooperation mit den Transformation Talks 4.0 eine Mini-Exkursion, Vorträge und World Cafes sowie ein musikalisches und filmisches Programm statt. Hier werden die zentralen Ergebnisse des Projekts Be-Move an der Universitätsstraße in Essen präsentiert. Die Besuchenden werden bei der Exkursion zu einzelnen Teilprojekten des Projekts geführt und kommen über die Aktivitäten in den Austausch.
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PartWiss 26 – Räume und Ressourcen für partizipative und transdisziplinäre Forschung
TU Berlin
Die PartWiss 26 lädt dazu ein, gemeinsam ungewöhnliche Wege der Wissensproduktion zu erkunden. Im Zentrum steht das Jahresthema "Räume und Ressourcen für partizipative und transdisziplinäre Forschung". Die PartWiss 26 versteht sich als Ort der Begegnung, des Wissensaustauschs und der Experimentierfreude. Sie geht über klassische Vorträge hinaus und wird räumlich und inhaltlich im Rahmen eines Festivaltages als vielfältiges, interaktives Erlebnis gestaltet. Durch Exkursionen zu lokalen Projekten und Initiativen reicht die PartWiss 26 auch in den städtischen Raum Berlins hinein. Kreative, künstlerische und interaktive Formate – wie Performances, Experimente oder Trainings – schaffen Dialogräume für gemeinsame Reflexion, Austausch und Erkenntnisgewinn. Mit der PartWiss 26 wird eine breite Zielgruppe angesprochen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen, Praxisexpertinnen und -experten aus Zivilgesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger.
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"Accessible Urban Neighborhoods" – Internationale Konferenz
Türkei | Ankara
Zu ihrem 100-jährigen Jubiläum richtet die Gazi Universität die Konferenz "Accessible Urban Neighborhoods" aus, die zugleich als Abschlussveranstaltung des Projekts AccessCity4All aus der Fördermaßnahme "Driving Urban Transitions" fungiert. Die Konferenz findet vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Ankara, Türkei, statt. Themen sind 15-Minute City, Active Mobility, Inclusive Transport Planning, Accessibility and Spatial Justice, Participatory and Co-Creative Planning Methods. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaft, Politik und Planungspraxis.
→ Weitere Informationen und Anmeldung
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Intermodale Mobilität gestalten: Wie Design Orientierung schafft und Angebote verknüpft – Erkenntnisse und Werkzeuge
Was sind die Herausforderungen intermodaler Mobilität?
Städte stehen vor der Herausforderung, ein leistungsfähiges und zugleich umweltfreundliches Mobilitätssystem zu entwickeln. Intermodale Mobilität – also die Kombination verschiedener Verkehrsmittel innerhalb eines Weges – gilt dabei als zentraler Baustein. Die Voraussetzungen dafür sind vielerorts bereits vorhanden: Öffentlicher Verkehr, Sharing-Systeme und individuelle Verkehrsmittel bilden ein vielfältiges Angebot. Dennoch wird dieses Potenzial häufig nicht ausgeschöpft. Ursache ist weniger das Angebot selbst als dessen mangelnde Verknüpfung. Unterschiedliche Systeme, Anbieter und Gestaltungen erschweren insbesondere den Wechsel zwischen Verkehrsmitteln. Fehlende Orientierung und inkohärente Informationen stellen dabei zentrale Hürden dar. Gestaltung wird bislang häufig auf ästhetische Aspekte reduziert, obwohl sie wesentlich zur Verständlichkeit und Zugänglichkeit beitragen kann.
Was macht InterMoDe anders als klassische Mobilitätsplanung?
Das Projekt InterMoDe versteht Gestaltung als strategisches Werkzeug der Mobilitätsplanung. Im Zentrum steht nicht die Entwicklung neuer Angebote, sondern die bessere Verknüpfung bestehender Systeme, sodass sie aus Sicht der Nutzenden verständlich und einfach nutzbar werden. Das Projekt wird in Kooperation zwischen dem Amt für Mobilität der Stadt Offenbach am Main und dem Offenbach Institut für Mobilitätsdesign (OIMD) der Hochschule für Gestaltung Offenbach durchgeführt. Es verfolgt das Ziel, ein übertragbares Konzept für ein intermodales Mobilitätssystem zu entwickeln, Orientierung zu verbessern und ein positives Mobilitätserlebnis zu ermöglichen.
Ausgangspunkt ist eine konsequent menschzentrierte Perspektive, die Mobilität als durchgehenden Prozess von Tür zu Tür versteht. Besonders beim Umstieg zwischen Verkehrsmitteln zeigt sich, wie entscheidend Orientierung, Information und Gestaltung für die Nutzung sind. Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Konzept des Mini-Bahnhofs ein neues Verständnis intermodaler Verknüpfungspunkte entwickelt. Es überträgt die Prinzipien eines klassischen Bahnhofs in den Straßenraum, bündelt Mobilitätsangebote und macht sie als zusammenhängendes System erkennbar. Alle fußläufig erreichbaren Angebote rund um eine Haltestelle werden vernetzt gedacht und gestalterisch verbunden. Ausführliche Informationen zu dem Konzept in "Der Mini-Bahnhof: Intermodale Mobilität aus Sicht der Nutzenden gestalten".
Ergänzend wurden partizipative Formate eingesetzt, darunter eine Bevölkerungsbefragung, ein VR-Realexperiment sowie ein Steuerungsgremium mit Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Gestaltung wird dabei gezielt eingesetzt, um Orientierung zu erleichtern, Informationen verständlich aufzubereiten und Angebote visuell sowie räumlich zu verknüpfen.
Worauf sollte bei der Gestaltung intermodaler Räume geachtet werden?
Ausgehend von der Idee des Mini-Bahnhofs und den Erkenntnissen der partizipativen Formate wurden konkrete Gestaltungshinweise für die Umsetzung eines intermodalen Mobilitätssystems erarbeitet. Diese wurden Anfang des Jahres in der Publikationsreihe "Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten" in Band 3 "Transfer" (Bezahlschranke) veröffentlicht. Die Gestaltungshinweise zeigen anhand von übertragbaren Best-Practice-Beispielen, Schaubildern, Literaturempfehlungen und Praxistipps, wie bestehende intermodale Mobilitätsräume nutzendenfreundlich gestaltet werden können. Sie liefern somit wesentliche Ansatzpunkte für Planung und Umsetzung in den Kommunen. Dabei wurde eine menschzentrierte Perspektive eingenommen, welche intermodale Abläufe anhand einer User Journey mit den Schritten Planen, Orientieren, Warten, Oha! Neu planen (im Falle kurzfristiger Änderungen) und Zusteigen aufzeigt. Die dazugehörigen Gestaltungshinweise greifen unter anderem folgende Themen auf:
- Zurverfügungstellung wichtiger Informationen (unter anderem Umgebungs- und Umsteigekarten, Erläuterung der Angebotsnutzung, Aufzeigung von Alternativen, Les- und Sichtbarkeit);
- Kohärenz digitaler Dienste und analoger Informationen;
- Erkennbarkeit der Haltestellen und anderer Mobilitätsangebote;
- Einsatz strukturierter Wegweisung mit Leitelementen;
- Schutz vor Klima- und Witterungseinflüssen;
- Schaffung von Atmosphäre und Sicherheit durch Beleuchtung;
- Bereitstellung vielseitiger Sitzgelegenheiten;
- Gestaltung des Zustiegs ohne Hindernisse und Informationen zum Zugang;
- Einbeziehung weiterer Einrichtungen und Angebote.
Welche zentralen Empfehlungen für andere Kommunen können aus InterMoDe abgeleitet werden?
- Um nachhaltige, intermodale Mobilität zu fördern, ist es oftmals nicht notwendig, neue Angebote bereitzustellen – vielmehr sollten bestehende besser miteinander verknüpft und verständlich gestaltet werden.
- Kohärente Gestaltung von Angeboten, Infrastrukturen und Informationen schafft eine Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel, vereinfacht den Umstieg, stärkt die Orientierung und sorgt für Vertrauen in intermodale Abläufe oder neue Mobilitätsroutinen.
- Analoge und digitale Mobilitätsinformationen sollten sowohl den lokalen Wechsel zwischen Verkehrsmitteln als auch die regionale Erreichbarkeit von Fahrtzielen beinhalten. Intermodale Umgebungskarten sind hierfür ein geeignetes Mittel.
- Verständliche Vermittlungs- und Partizipationsmaßnahmen helfen dabei, die Bevölkerung für intermodale Mobilität zu gewinnen und die lokalen Bedürfnisse besser zu verstehen. Breit gefächerte, innovative Formate, wie multimediale Kommunikationskampagnen, Zukunftsbilder, Online-Befragungen oder VR-Testings können dabei unterschiedliche Zielgruppen erreichen (siehe "Offenbach versteht Bahnhof: Vermittlung und Beteiligung beim Aufbau eines intermodalen Mobilitätssystems").
- Eine Checkliste zu wesentlichen Gestaltungshinweisen für intermodale Mobilität kann auf der Webseite heruntergeladen oder mit ausführlichen Erläuterungen in "Mobility Design – Band 3: Transfer" (Bezahlschranke) eingesehen werden.
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Impressum
Ziel des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" (SÖF) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist die Entwicklung von Strategien zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsprobleme. Der Förderschwerpunkt ist Teil der BMFTR-Strategie "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA). Der DLR Projektträger (DLR-PT), Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, betreut den Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung im Auftrag des BMFTR.
Herausgeber

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
DLR Projektträger | Umwelt und Nachhaltigkeit
Anschrift
Heinrich-Konen-Straße 1 | 53227 Bonn
Tel. +49 228 3821-1538 | Fax +49 228 3821-1540
E-Mail: soef@dlr.de
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Redaktion
Abteilung Sozial-ökologische Forschung
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