Alle Informationen aus der Nachhaltigkeitsforschung in Stadt und Region.
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Nachhaltigkeitsforschung in Stadt und Region
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BMBF-Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung (SÖF)
Newsletter Nr. 1/2025 | 10. März 2025 |
: www.soef.org
: @soef_BMBF |
Liebe Leserin,
lieber Leser,
Suffizienz! – (Pause) – Was bedeutet dieser Begriff für Sie? Ein wohltuendes "Genug", ein magischer Schlüssel zur Welt der Nachhaltigkeit, eine Form von Besinnung auf das, was Mensch und Erde guttut? Oder gehen sofort die Alarmglocken an? Bevormundung, Einschränkung, Komfortverlust? Suffizienz wird oft als Zwang, Verzicht oder gar Rückschritt verstanden – Assoziationen, die wie eine düstere Gewitter-Wortwolke unsere vermeintlich heile Welt des Status quo bedrohen. Das macht deutlich: Der Begriff "Suffizienz" ist mit verschiedenen Bedeutungen aufgeladen, Missverständnisse in politischen Diskussionen sind vorprogrammiert. Was tun?
Folgen wir dem Deutsch-Französischem Zukunftswerk (DFZW) und richten wir unseren Blick bewusst einmal auf die Wortherkunft. Dann entdecken wir einen positiven Nenner. Denn ursprünglich stammt der Begriff "Suffizienz" aus der Medizin: Demnach bezeichnet Suffizienz (im Gegensatz zu einer Insuffizienz) die gesunde Funktion eines Körperorgans. Und ein gesundes Organ trägt zum Wohlergehen des großen Ganzen, des Körpers, bei. Verstehen wir Suffizienz also als einen gesunden positiven Beitrag von Gesellschaften zur Erhaltung unserer Welt! Das klingt doch gut, oder?
Unter anderem im GAIA-Artikel, im Beitrag des DFZW und von der Nachwuchsforschungsgruppe EnSu erfahren Sie hier und heute mehr über Suffizienz.
Genug der Worte! Los geht's!
Ihr SÖF-Newsletter-Team
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Quelle: Deutsch-Französisches Zukunftswerk / RIFS 2025
Transformation – Illustration: Der Begriff der Suffizienz wird oft mit Verzicht oder gar Rückschritt assoziiert. Das Deutsch-Französische Zukunftswerk bestätigt, dass diese Wahrnehmung auch bei Kommunalvertreterinnen und -vertretern beider Länder anzutreffen ist. Doch Suffizienz ist mehr als nur "weniger". Das spiegelt sich in den Begriffen der "sobriété" in Frankreich und der "Suffizienz" in Deutschland wider. Sie ergänzen sich in ihrer Wortherkunft und illustrieren die beiden untrennbaren Facetten der Suffizienz. Indem das menschliche Wohlergehen in die Definition eingeht, verbindet sie das "Weniger" (z. B. vom individualisierten Autoverkehr) mit einem "Mehr" (z. B. an artenreichen Naherholungsgebieten). (Grafik: vgl. Diskussionspapier von Davenas & Spinrath 2025: "Wege zum Genug" © Deutsch-Französisches Zukunftswerk / RIFS 2025) |
Aktuelles aus dem Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung
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Neues aus den Forschungsprojekten
Nachhaltige Stadt, Bauen und Wohnen
Nachhaltige Mobilität
Nachhaltige Infrastruktur, Ressourcen & Klimaanpassung
Nachhaltiges Wirtschaften und Gewerbe
Biodiversitätsschutz und Nachhaltige Landnutzung
Nachhaltigkeit in der Wissenschaft, Transdisziplinarität und Methoden
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Veranstaltungen & Termine
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Nachgefragt!
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Aktuelles aus dem Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung
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15-Minuten-Stadt international – Start neuer Forschungsverbünde
Die Driving Urban Transitions Partnership (DUT) ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprogramm mit internationalen Partnern, das sich mit den zentralen Herausforderungen des städtischen Wandels befasst. Die DUT bietet eine Plattform für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit im urbanen Raum zu erreichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist einer von über 65 Partnern aus über 28 Ländern der DUT. Waren die Partnerländer zu Beginn der Partnerschaft 2022 rein europäisch, erweitert sich der Kreis zunehmend um Länder auch außerhalb Europas. Die DUT ermöglicht einen systemischen Ansatz zur Förderung des städtischen Wandels in Richtung Nachhaltigkeit in drei thematischen Schwerpunkten, den sogenannten Transition Pathways: 15-Minuten-Stadt (15mC), Plus-Energie-Quartiere (PED), Städtische Kreislaufwirtschaft (CUE). Im Schwerpunkt 15-Minuten-Stadt startete im Januar 2025 die zweite Förderrunde mit 42 Forschungsverbünden, davon 14 mit deutscher Beteiligung, gefördert vom BMBF.
Worum geht es? Ein Forschungsschwerpunkt liegt darin, Menschen zu unterstützen, sich nachhaltig in der Stadt beziehungsweise im Stadtumland zu bewegen und sie zu ermächtigen, stärker an Transformationsprozessen mitzuwirken. Erforscht werden Lösungen dafür, wie die Bedürfnisse der Menschen erkannt, erfüllt und Fortbewegung auch ohne Nutzung des privaten PKW gestaltet werden kann. Dabei widmen sich die Projekte auch besonders den Bedürfnissen von zum Beispiel älteren Menschen, Frauen oder Schulkindern. Die Forschungsvorhaben entwickeln unter anderem digitale Partizipations-, Entscheidungs- und Simulationsmodelle für die Anwendung in den Kommunen und Regionen. Kernelement aller Projekte sind Reallabore in Städten und Regionen der beteiligten Länder, in denen die Lösungsansätze erprobt und evaluiert werden.
Weitere Informationen: → "This is DUT"-Video → DUT-Website → BMBF FONA-Website → DUT auf LinkedIn → #DUTPartnerschaft
Die Driving Urban Transitions (DUT) Partnerschaft sucht Expertinnen und Experten (Frist: 14. April)
In den Bereichen Mobilität, Energie und Kreislaufwirtschaft sucht die Driving Urban Transitions Partnership (DUT) Expertinnen und Experten für die Bewertung eingereichter Projektvorschläge. Wenn Sie daran interessiert sind, als Experte/Expertin zur DUT-Partnerschaft beizutragen, reichen Sie Ihre Bewerbung bitte hier ein. Die Bewerbungsfrist endet am 14. April 2025.
Suffizienz im Stadtquartier – Wohnen, Mobilität, Ernährung
Lebensweisen in Stadtquartieren ressourcenschonend und nachhaltig zu gestalten, war das Ziel des Verbundprojekts "Lebensqualität, Teilhabe und Ressourcenschonung durch soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in Stadtquartiere" (SuPraStadt). In Reallaboren in Heidelberg, Dortmund und Kelsterbach wurden Suffizienzansätze im Kontext gemeinschaftlichen Wohnens, der Nahmobilität und nachhaltiger Ernährungspraktiken erprobt. Eine Toolbox mit praktischen Anleitungen für Bürgerinnen und Bürger, Quartiersmanagerinnen und -manager sowie für lokale Initiativen unterstützt die Verbreitung der Ansätze, um Suffizienz im Alltag erlebbar und für Kommunen anwendbar zu machen. Für die Handlungsfelder Wohnen, Reisen und Ernährung wurde als Navigator ein frei zugängliches Onlinetool entwickelt: der Suffizienz-Check. Im GAIA-Artikel "Suffzienz im Stadtquartier – Praktiken und Formate zur sozialen Diffusion in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Ernährung" (GAIA 4/2024) erfahren Sie mehr!
Fördermaßnahmen – online auf fona.de
In diesem Newsletter berichten die im Bereich "Nachhaltige Städte und Regionen" vom BMBF geförderten Projekte über ihre Forschungsergebnisse. Sie sind Teil verschiedener Fördermaßnahmen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Was sie eint, ist ein transdisziplinärer und sozial-ökologischer Forschungsansatz auf der Suche nach Lösungen für mehr Nachhaltigkeit. Hier erfahren Sie mehr zu den Fördermaßnahmen: Nachwuchsförderung – Sozial-ökologische Forschung, Driving Urban Transitions, Transformationscluster Soziale Innovationen für nachhaltige Städte, Nachhaltige Mobilität in regionalen Transformationsräumen, Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen, MobilitätsWerkStadt 2025, MobilitätsZukunftsLabor 2050, Deutsch-Französisches Zukunftswerk, Leitinitiative Zukunftsstadt, BiodiWert zur Wertschätzung und Sicherung von Biodiversität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der BMBF-Transformationsinitiative Stadt-Land-Zukunft sind verschiedene Fördermaßnahmen gebündelt.
Horizont Europa – Werden Sie Teil der VernetzBar-Community!
Neuigkeiten von der Nationalen Kontaktstelle (NKS) Gesellschaft: Die "SSH-STEM VernetzBar" ist die neue digitale Plattform für die interdisziplinäre Vernetzung von Forschenden aus den Sozial- und Geisteswissenschaften (SSH) und den MINT-Disziplinen (STEM) für Ausschreibungen in Horizont Europa. Ab jetzt ist die kostenlose Registrierung möglich. Die Ausschreibungsthemen in Horizont Europa erfordern zunehmend interdisziplinäre Zusammenarbeit, um Lösungen für die vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln. Um dies zu fördern, verfolgt die EU das Konzept der "SSH Integration". Dafür werden die Topics in Horizont Europa "SSH-geflaggt". Ziel der VernetzBar ist es, die Vernetzung zwischen deutschen Akteuren aus verschiedenen Disziplinen zu erleichtern, um gemeinsam mit Partnerorganisationen aus anderen Ländern erfolgreiche Anträge auf SSH-geflaggte Ausschreibungsthemen in Horizont Europa einzureichen. Die VernetzBar bietet Ihnen die Möglichkeit, gezielt bilaterale Meetings mit Expertinnen und Experten anderer Disziplinen zu vereinbaren, neue Kooperationen zu initiieren und gemeinsam innovative Forschungskonsortien aufzubauen. Ein Launch-Event mit Erklärungen dazu findet am 2. April 2025 statt (siehe Termine unten).
→ Weitere Informationen und Registrierung
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"Administratives to go" – unser Tipp für Projekte
Vereinfachte Vergabe - Bis 31.12.2025 sind Direktaufträge bis 15.000 Euro möglich!
Abweichend von den bisherigen Regelungen können – zunächst nur befristet bis zum 31. Dezember 2025 – Aufträge bis zu einem Auftragswert von 15.000 Euro (netto) direkt beauftragt werden. Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sind dabei selbstverständlich weiterhin einzuhalten. Zuvor lag die Grenze bei 1.000 Euro. Die Grundlage zur Vereinfachung der Vergabe findet sich im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers vom 24. Dezember 2024.
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Neues aus den Forschungsprojekten
Soweit nicht anders verzeichnet, ist die Quelle eines Beitrags in diesem Newsletter eine Person aus dem jeweiligen Projekt. |
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Nachhaltige Stadt, Bauen und Wohnen |
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Bauen & Wohnen – Plattform für Vernetzung, Synthese und Transfer
Bezahlbares Wohnen zählt zu den drängendsten Herausforderungen der Gesellschaft. Gleichzeitig kommt der Transformation des Bausektors eine immense Bedeutung zu, um Ressourcen zu schonen und den Klimawandel zu bekämpfen. In dem von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften koordinierten Projekt "Bauen & Wohnen: Plattform für Vernetzung, Synthese und Transfer" arbeiten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung daran, Hürden von sozialen und technologischen Innovationen für mehr bezahlbaren Wohnraum zu identifizieren und praxisnahe Lösungen für die Überwindung dieser Hürden zu entwickeln. Der Fokus liegt unter anderem auf der nachhaltigen Entwicklung des Gebäudebestands im urbanen Raum durch Aufstockung, Umnutzung und Nachverdichtung. Anfang des Jahres ist die projekteigene Website online gegangen. Die Seite plattform-bauen-und-wohnen.de gibt Einblicke in das Projekt, die Arbeitsgruppen, diskutierten Themen und angestrebten Ergebnisse und bietet künftig auch Pressematerialien sowie Publikationen. Das Team arbeitet zurzeit an einer digitalen Deutschlandkarte, die die bestehenden Reallabore im thematischen Kontext des Projekts zeigt.
Ein neues Finanzierungsinstrument für private Kleinvermieter?
Das Pilotprojekt SInBa - Soziale Innovationen für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung erforscht und erprobt sozial-innovative Ansätze, mit denen nachhaltige Stadtentwicklung beschleunigt werden kann. Wohngebäude verursachten 2023 etwa 11,6 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen (78 Millionen Tonnen CO2e), vor allem durch ineffizientes Heizen und mangelnde Energieeffizienz. Um bis 2045 klimaneutral zu werden, müssen rund 23 Millionen Wohnungen umfassend saniert werden, was teuer ist und sich oft nicht amortisiert. Besonders betroffen sind 43 Prozent der Mietwohnungen (fast 10 Millionen) in privatem Besitz, da Kleinvermieter finanzielle und organisatorische Hürden haben. Sie investieren schrittweise kleine Beträge und vermeiden Schulden. Ein neuartiges Spar- und Kreditprogramm könnte dies ändern: Einlagen (aus Mieteinnahmen) der Vermieterinnen und Vermieter könnten Banken als Sicherheiten dienen, um zinsgünstige Kredite für Sanierungen zu ermöglichen. Dabei würden Vermietende zunächst sparen, später jedoch Darlehen zurückzahlen. Dieses Modell soll Anreize schaffen, die Dekarbonisierung voranzutreiben und spezifische Zielgruppen besser zu unterstützen.
→ Zum Paper "A finance scheme to help Germany's small private landlords sharply increase their buildings' energy performance: Tapping into the banking system"
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SmartHubs Accessibility Tools für Kommunen
Das Projekt SmartHubs entwickelte bewährte Verfahren für Städte, die barrierefreie, gemeinschaftsorientierte Mobilitätszentren schaffen wollen. Bei ihrem Abschluss-Symposium standen integrative, datengestützte und anpassungsfähige städtische Mobilitätslösungen im Vordergrund. Zu den wichtigsten Beiträgen gehörten Instrumente zur Einbindung der Bevölkerung, wie zum Beispiel ein Co-Design-Brettspiel, und ein Prototyp eines Hubs in München, der gemeinsam mit Anwohnenden entwickelt wurde. Außerdem wurde das SmartHubs Accessibility Tool entwickelt und in europäischen Städten getestet, um die Zugänglichkeit von Hubs zu bewerten. Es gibt auch ein Tutorial für ein Appraisal Tool, mit dem man verschiedene Mobility-Hubs sowie ein Do-nothing-Szenario bewerten kann, und ein Resilience Tool. Das Resilience Tool Team simulierte beispielsweise eine Störung der U5-Linie und analysierte deren Auswirkungen auf das Netzwerk von München. Das Team bewertete die Situation vor und nach der Störung und stellte fest, dass das Hinzufügen von Bike-Sharing-Stationen eine Verbesserung darstellt. Die Technische Universität München (TUM) förderte den Wissensaustausch durch Schulungen.
"Mobilität, die alle bewegt" – und das nachhaltig!
Im Projekt NaMoLi III geht es um die Verstetigung und den Transfer innovativer nachhaltiger Mobilitätskonzepte am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt, und wie dies auch in anderen Neubaugebieten gelingen kann. Ein Video auf der Projektwebsite stellt das Mobilitätskonzept der Siedlung in Darmstadt vor und zeigt, wie nachhaltige Mobilität im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet sein kann. Der Clip gibt Einblicke in die Sichtweisen von Akteurinnen und Akteuren bei der Planung und Umsetzung des Mobilitätskonzepts. Zu Wort kommen unter anderem Anwohnende, Planerinnen und Menschen aus der Verwaltung. Der Artikel "Residential self-selection and the relative importance of travel considerations in the residential choice of a car-reduced neighbourhood" zeigt, weshalb sich die Bewohnenden der Lincoln-Siedlung für das Wohnen im autoreduzierten Quartier entschieden haben und wie die Gründe für diese Wahl mit der Verkehrsmittelnutzung zusammenhängen. Fazit: Der Umzug in die Lincoln-Siedlung führte tatsächlich zu einem Rückgang der Pkw-Nutzung.
Fair Mobility – Innovative Wege in der urbanen Mobilität
Das Projekt Fair Mobility widmet sich den Herausforderungen ungleicher Mobilitätsmuster in peri-urbanen und ländlichen Räumen, indem es Frauen und geschlechtsspezifische Minderheiten in den Fokus rückt. Mit einem Mix aus gründlicher Literaturrecherche und praktischen Feldstudien entstand ein fundierter Überblick zu den Zusammenhängen von Geschlecht, Mobilität und inklusiver Stadtentwicklung. Die Ergebnisse fließen in eine audiovisuelle Kampagne ein, die in den Videos "Experience of Movement", "Fear and Public Space" und "Cab Mom" deren zentrale Erfahrungen dokumentiert. Während "Experience of Movement" zeigt, wie urbane Räume sicherer und lebenswerter gestaltet werden können, verdeutlicht "Fear and Public Space" den Einfluss von Unsicherheiten auf das alltägliche Bewegungsverhalten. "Cab Mom" beleuchtet die besonderen Mobilitätsbedürfnisse, die sich für Frauen aus Pflege- und Haushaltsaufgaben ergeben. Durch partizipative Ansätze und maßgeschneiderte Lösungen sollen neue Perspektiven für eine gerechtere Mobilität eröffnet werden.
→ Zu den Videos
Erfolgsfaktoren für ÖPNV: Attraktive Umgebung und smarte Tarife
Das Verbundprojekt EASIER - Seamless sustainable everyday urban mobility widmet sich aktiver und nachhaltiger Mobilität durch verbesserte Zugänglichkeit und Vernetzung des ÖPNV. Im Teilprojekt "Attraktive Umstiege" analysierte das Team, wie Bahnhofsumgebungen die ÖPNV-Nutzung beeinflussen. Unter Einsatz von digitalem Taktischem Urbanismus wurde ein umgestalteter Bahnhofsvorplatz mit Virtual Reality erlebbar gemacht (EASIER VR-Video). Die Ergebnisse zeigen, dass attraktive Stationsumgebungen zentral für die ÖPNV-Nutzung sind und Virtual Reality geeignet ist, Planungsentscheidungen zu unterstützen. Ein Fokusthema war der Fußweg zur Haltestelle. Die Publikation "Der Weg zu Fuß zur Haltestelle – ein blinder Fleck in der Mobilitätsforschung" zeigt die Vorteile einer Integration des Fußverkehrs in den ÖPNV.
MobileCity – App wird zu Monitoringinstrument für Kommunen und Mobilitätsanbieter
In der Nachfolge des Projekts MobileCityGame, welches den Deutschen Mobilitätspreis 2023 erhalten hat, arbeitet das Team aus Fraunhofer, der takomat GmbH und KIT weiter an einer praxisrelevanten Version der MobileCity-App. Das ursprüngliche Konzept eines Serious Games tritt dabei zugunsten eines Monitoring-Instruments mit umfangreichen Realdaten zunehmend in den Hintergrund. Klimamobilitätspläne und sog. Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs) erfordern in der kommunalen Umsetzung fähige digitale Instrumente zum Monitoring von Maßnahmen, welche auf die Bedürfnisse von Kommunen und Mobilitätsanbietern zugeschnitten sein müssen. Diesen Anspruch möchte die erweiterte MobileCity-App erfüllen. Neuerungen umfassen auch automatisierte Datenerzeugung, neue Indikatoren und eine Feedback-Funktion für Beteiligungsprozesse. Im Projekt TRAMIGO kommt MobileCity in einem Roadmapping-Prozess mit vielfältigen Akteuren in der Region Mitterer Oberrhein zum Einsatz. Parallel wird die App im europäischen Projekt Car-goNE City mit Fokus auf Lastenrädern und privaten Mobilitätsanbietern für Göteborg und Oslo implementiert. Haben Sie Interesse oder Fragen zu Anwendungen und Features in anderen konkreten kommunalen oder regionalen Kontexten? Das Entwicklerteam freut sich auf Ihren Kontakt.
→ Weitere Informationen und Kontakt
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Nachhaltige Infrastruktur, Ressourcen & Klimaanpassung |
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Kommunale Energiewende – Handlungsspielräume erweitern, Suffizienz verankern
Die Energiewende ist der Schlüssel zur europäischen Klimaneutralität – doch Deutschland und Frankreich stehen vor großen Herausforderungen. Kommunen spielen eine zentrale Rolle, indem sie Wärmenetze erschließen und Gebäude energetisch sanieren. Doch ihre Handlungsspielräume sind oft begrenzt. Das Deutsch-Französische Zukunftswerk zeigt in seinen im Dezember veröffentlichten neun politischen Handlungsempfehlungen, wie Bund und Länder Kommunen besser unterstützen können – durch Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger, sozial verträgliche Transformation, gezielte Finanzierungsinstrumente und einen suffizienten Umgang mit Ressourcen. Der letzte Punkt wird noch einmal als zentraler Punkt in der gerade veröffentlichten Studie zur Suffizienzpolitik "Wege zum Genug: Sechs Thesen zur Suffizienz aus dem deutsch-französischen Dialog" hervorgehoben. Ein zentrales Ergebnis: Die Energiewende gelingt nur durch energiesparende Verhaltensänderungen. Frankreich hat im Gegensatz zu Deutschland Suffizienz als tragende Säule der Energiewende bereits politisch anerkannt. Beiden Ländern fehlt es aber an konkreten, sozial gerechten politischen Maßnahmen, die suffiziente Lebensweisen strukturell fördern und nicht nur an die Eigenverantwortung appellieren.
Campus Grün – interdisziplinärer DesignBuild-Ansatz
Das interdisziplinäre Studienprojekt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Biodiversität und des Mikroklimas auf dem Campus BreGoS – Bremen Goes Sustainable der Hochschule Bremen entwickelte mit studentischen Teams der Fachbereiche Architektur, Biologie und Umwelttechnik im Wintersemester 2023/24 Vorschläge für robuste und bepflanzbare Campusmöbel. Im Folgesemester wurden zwei Varianten von den Studierenden in Form von sogenannten Mock-Ups eigenständig umgesetzt und befinden sich seither auf dem Campus im Praxistest. Regelmäßige Präsentationen mit der Hochschulleitung und dem Gebäudemanagement boten Gelegenheit für einen Austausch im Sinne des Whole Institution Approach. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und Akteure (Dozierende, Verwaltungsmitarbeitende, Studierende, Forschende, Mitarbeitende des Betriebs) wurden die Kommunikationskompetenz zwischen den Disziplinen gestärkt und Perspektivwechsel angeregt. Die neuen Campusmöbel erzeugen eine sichtbare Wirkung im öffentlichen Raum und sind dank der großen Flexibilität gut auf andere Stadtteile oder Einrichtungen übertragbar.
→ Weitere Informationen
HTW Berlin wirbt Fördermittel für Anpassung an Klimawandel ein
Der Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin ist ein denkmalgeschütztes Industrieensemble im Südosten der Stadt, auf dem rund 10.000 Studierende und 400 Beschäftigte studieren, lehren und arbeiten. Der Campus ist stark versiegelt, was im Sommer zur Entstehung von Hitzeinseln führt. Auch wird das Regenwasser direkt in die Spree abgeleitet, anstatt es vor Ort versickern zu lassen. Um Klimaanpassung, Biodiversität und die Aufenthaltsqualität zu fördern, wurde im Projekt WaNdel!4 (Wissen für angewandte Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen) ein Antrag für einen "Grün-blauen Campus" erarbeitet und beim Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE 2) eingereicht. Ende 2024 wurde der Förderantrag bewilligt: Die HTW Berlin erhält 2,8 Millionen Euro und steuert einen Eigenanteil von 700.000 Euro bei, um in den nächsten vier Jahren Schwammstadt-Maßnahmen umzusetzen. Geplant ist die Entsiegelung und biodiverse Begrünung von Campusbereichen sowie eine innovative Regenwasserbewirtschaftung, die das Wasser direkt für die Vegetation nutzt. Diese Maßnahmen werden vom Projekt WaNdel!4 durch partizipative Workshops begleitet, um die Wünsche und Anforderungen der Hochschulmitglieder und Anwohnenden einzubeziehen. Für interessierte Hochschulen steht Dr. Susann Ullrich für den Austausch zur Verfügung: susann.ullrich@htw-berlin.de.
Weitere Informationen: → Pressemitteilung und → Meldung
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Nachhaltiges Wirtschaften und Gewerbe |
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Verpackungsabfälle vermeiden – "Precycling" E-Book
Das Projekt PuR beschäftigte sich "Mit Precycling zu mehr Ressourceneffizienz. Systemische Lösungen der Verpackungsvermeidung". Einwegverpackungen sind das Wegwerfprodukt schlechthin. Die immer größer werdenden Abfallmengen, die dadurch jedes Jahr entstehen, führen zu erheblichen Umweltschäden und benötigen Energie und Ressourcen. Der von Elisabeth Süßbauer und Catharina Lüder herausgegebene Sammelband "Precycling – Perspektiven auf die Vermeidung von Verpackungsabfällen" fächert die Spannungsfelder der komplexen Thematik auf. Precycling ist ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit von Inter- und Transdisziplinarität. Das Buch besteht aus drei Teilen: (1) gesellschaftliche Blickwinkel auf Abfallvermeidung, (2) Maßnahmen und Governance-Instrumente auf dem Prüfstand und (3) Precycling im Alltag. Die Beiträge wurden sowohl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen als auch von Praxisakteuren verfasst.
Nachhaltige Beschaffung und Pendelmobilität an Hochschulen
Ein Ziel des Projekts REKLINEU ("Regionale Wege zu klimaneutralen Hochschulen") der JMU Würzburg, der TH Würzburg-Schweinfurt und der HS Weihenstephan-Triesdorf ist die Bestandsaufnahme von Treibhausgas (THG)-Emissionen und Maßnahmen zur Vermeidung, Reduktion und Kompensation im Hochschulumfeld. Das Institut für angewandte Logistik (THWS) entwickelte eine digitale Version einer Lieferantenselbstbewertung. Sie ermöglicht eine Vorauswahl an nachhaltigen Unternehmen für Beschaffende an Hochschulen. Zurzeit wird die Handhabung zusammen mit dem Praxispartner MEMO AG getestet und angepasst. Ein finaler Praxistest mit zufällig ausgewählten Unternehmen fand statt. Erste Erfahrungen und Ergebnisse mit diesem Digital-Werkzeug werden am 1. April 2025 im Rahmen der AG Nachhaltige Beschaffung & Entsorgung, unter dem Dach von BayZeN, gemeinsam mit allen Interessierten diskutiert.
Exponat – Klimawaage zeigt Wirkkraft von nachhaltigem Konsum
Das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum, das im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkts Sozial-ökologische Forschung in seiner Arbeit unterstützt wird, hat die sogenannte Klimawaage entwickelt. Das ist ein spielerisches Tool zur Einschätzung der ökologischen Wirkung von Maßnahmen nachhaltigen Konsums im privaten Bereich. Sie besteht aus einer echten Waage und bunten Dosen, die unterschiedlich schwer befüllt sind, je nachdem wie viel CO2 die jeweilige Maßnahme einspart. Die Klimawaage beantwortet spielerisch die Frage: Klimaschutz im Alltag – worauf kommt's an? Das Spiel macht abstraktes Klimaschutz-Wissen anschaulich und greifbar, gibt Orientierung, stärkt die eigene Selbstwirksamkeit und motiviert zum Handeln. Sie ist auch ein Blickfang, der neugierig macht, zum Entdecken einlädt und Gespräche anregt, und ist dabei flexibel einsetzbar bei Veranstaltungen, in Schulen oder an Infoständen. Klimawaagen können ausgeliehen oder nach Anleitung selbst gebastelt werden. Auch ein platzsparendes Kartenspiel als Pendant kann kostenlos über die Website des Umweltbundesamts heruntergeladen und selbst gebastelt werden. Im Kompetenzzentrum arbeiten nachgeordnete Behörden mehrerer beteiligter Ministerien eng zusammen, die Geschäftsstelle ist beim Umweltbundesamt angesiedelt.
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Biodiversitätsschutz und Nachhaltige Landnutzung |
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Biodiversität in der Baustoffbranche – so geht's!
Immer mehr Menschen sorgen sich um das Artensterben. Der öffentliche Druck nimmt auch auf Rohstoffunternehmen zu, denn sie verändern Ökosysteme durch den Abbau von Baustoffen wie Sand und Gips. Doch gerade für seltene Arten können in Gewinnungsstätten neue Lebensräume entstehen, etwa für Kreuzkröten, Sandschrecken oder heimische Orchideen. Um wichtige Lebensräume wie Rohbodenflächen, Steilwände und Pioniergewässer zu fördern, haben Forschende im Dialog mit der Baustoffbranche ein Konzept für ganzheitliches Biodiversitätsmanagement erarbeitet. Das Projekt "Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement in der Baustoffindustrie" (GiBBS) unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) erarbeitete ein Handbuch für Rohstoffunternehmen aller Größen: Es unterstützt dabei, Artenschutzmaßnahmen zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Solche Maßnahmen müssen nicht teuer sein, sind mit dem laufenden Betrieb vereinbar und bringen oft nach kurzer Zeit Erfolge. Das Projekt ist Teil der BMBF-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA).
→ Zur Pressemeldung → Zur Nachricht auf fona.de
Agrarpolitik – effektiv für Artenvielfalt, attraktiv für Landwirtschaft
Die Partner des Projekts "CAP4GI – GAP für vielfältige Landschaften" präsentierten am 28. Januar 2025 bei der Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse und Empfehlungen, die auf über drei Jahren Forschung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) basieren. In CAP4GI ging es um Hebel und Potenziale in der Gemeinsamen Agrarpolitik für eine bessere Unterstützung von grüner Infrastruktur, Biodiversität und Ökosystemleistungen. Rund 80 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik und Ministerien sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Naturschutz kamen nach Berlin, um mehr über "Wege zu einer besseren GAP – effektiv für die Artenvielfalt, attraktiv für die Landwirtschaft" zu erfahren. Zentrale Projektergebnisse waren: In der Landwirtschaft besteht Interesse an der Erprobung neuer Fördermodelle wie der Gemeinwohlprämie oder kooperativer Ansätze. Die Agrarumweltförderung benötigt mehr Spielraum für regionale Anpassungen. Gleichzeitig sollten hinderliche Vorgaben überarbeitet und die Kommunikation von Förder- und Beratungsangeboten verbessert werden. Als besonders wichtig wird die aktive Einbindung der Landwirtinnen und Landwirte sowie weiterer Akteure von der Planungsphase bis zur Umsetzung bewertet. Die Forschung kann dabei Handlungsoptionen aufzeigen – die Entscheidungen liegen jedoch bei der Politik.
→ Meldung zur Abschlussveranstaltung (mit Fotogalerie)
Praxishandbuch Biodiversitätsmanagement – für Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft
Im Projekt BioVal entstand das "Praxishandbuch Biodiversitätsmanagement für die Lebensmittelwirtschaft". Das Buch liefert wertvolle Impulse für Unternehmen, die Biodiversität aktiv in ihr Nachhaltigkeitsmanagement integrieren möchten. Es zeigt einen Weg auf, wie Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft Biodiversität in ihre Prozesse und Strategien integrieren können und bietet eine umfassende Auswahl an praxiserprobten Werkzeugen und Beispielen. Damit sensibilisiert das Praxishandbuch Unternehmen, die gerade erst beginnen, sich mit Biodiversität zu beschäftigen und unterstützt Organisationen, die das Thema für sich strukturieren möchten. Zugleich zeigt es auch Vorreiterunternehmen weiterentwickelte Managementtools auf. Diese Themen werden im Handbuch adressiert: Risikoeinschätzung, Messbarkeit, Zielsetzung, Verankerung im unternehmen und Best Practices. Die an BioVal beteiligten Unternehmen FRoSTA, Seeberger und Ritter Sport geben Beispiele, wie sie Biodiversität an ihren Standorten und entlang der Lieferketten integrieren.
Biodiversität und Ökosystemleistungen – IPBES Nexus Assessment
Vom 10. bis zum 16. Dezember 2024 fand in Namibia das 11. Plenum der Zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen (IPBES) statt – erstmals auf afrikanischem Boden. Auch Mitglieder der Nachwuchsforschungsgruppe LANUSYNCON waren vor Ort und stellten aktuelle Forschungsergebnisse vor. Ein zentrales Ergebnis des Plenums war die Verabschiedung zweier neuer Assessments: eines zu "Transformative Change" und eines zum Nexus zwischen Biodiversität, Klimawandel, Wasser, Gesundheit und Ernährung. Lisa Biber-Freudenberger war als Lead Author am Nexus Assessment beteiligt und trug zur wissenschaftlichen Ausarbeitung dieser wichtigen Themen bei. Dabei flossen auch Erkenntnisse von LANUSYNCON ein.
→ Weitere Informationen und → Nachricht auf fona.de
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Nachhaltigkeit in der Wissenschaft, Transdisziplinarität und Methoden |
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Auditierung für "Nachhaltigkeit an Hochschulen"
Im Projekt traNHSform entwickelt und pilotiert die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) derzeit das Audit "Nachhaltigkeit an Hochschulen". Mit diesem Instrument sollen Hochschulen bei der strategischen Entwicklung eigener Transformationspfade in Richtung Nachhaltigkeit unterstützt werden. Im September 2024 startete die Audit-Pilotierung an der Technischen Universität Chemnitz, der Fachhochschule Dortmund, der Universität Hamburg und der Philipps-Universität Marburg. Die Hochschulen haben nach einem Auftaktworkshop zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 jeweils eine sogenannte Selbstreflexion erarbeitet, die ihre Nachhaltigkeitsstrategie, -ziele und -aktivitäten darlegt. Das daraus ersichtliche hochschulspezifische Transformationsprofil bildet die Basis für den Austausch mit ausgewählten Auditorinnen und Auditoren. Diese sind im April und Mai 2025 zu Gesprächen vor Ort und werden im Anschluss Empfehlungen entwickeln, die an den strategischen Entwicklungszielen, institutionellen Ressourcen sowie bestehenden und geplanten Maßnahmen ansetzen. Ziel der Auditorinnen und Auditoren ist es, die Hochschulen bei der stärkeren Implementierung ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten in die hochschulischen Strukturen und Prozesse zu unterstützen. Im September und Oktober 2025 wird die Auditierung mit einem Workshop abschließen, in dem Erkenntnisse sowie Impulse verarbeitet werden. Im Nachgang evaluiert das HRK-Projektteam die dann über zwölfmonatige Pilotierungsphase, um alle Prozessphasen und -elemente mit Blick auf einen späteren Regelbetrieb zu optimieren. Perspektivisch soll das Audit als ein Angebot für alle Hochschulen in Deutschland verstetigt werden.
Reinhören! Podcast "RE: Nachhaltige Hochschulen"
Im Podcast "RE: Nachhaltige Hochschulen" geht es um die Transformation der deutschen Hochschullandschaft auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Der Gesprächspodcast der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (DG HochN) dient dem niedrigschwelligen Wissenstransfer. Aufbauend auf der Vernetzungsarbeit im Projekt traNHSform wurde zunächst das Erscheinen des HOCH-N-Sammelbandes zum Anlass genommen, um Ergebnisse aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern anwendungsorientiert aufzubereiten. Derzeit werden im Podcast Erkenntnisse aus der BMBF-Fördermaßnahme Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen intensiv beleuchtet. Das Format ist besonders geeignet, um Zwischentöne und praktische Erfahrungen von Expertinnen und Experten sichtbar zu machen, welche in wissenschaftlichen Publikationen häufig keinen Platz finden. Den Podcast finden Sie bei Spotify, podcast.de sowie im DG HochN-Wiki.
→ Aktuelle Podcast-Folgen:
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Veranstaltungen & Termine |
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Genug. Symposium zu Suffizienzpolitik und -modellierung
Berlin | TU Berlin
Was ist Suffizienzpolitik? Wie kommt Suffizienzpolitik in die Praxis? Wie lassen sich Effekte von Suffizienzpolitik quantifizieren und modellieren? Diese und weitere Fragen sind Thema der Veranstaltung. Im Rahmen des Symposiums werden Ergebnisse der fünfjährigen Arbeit der Nachwuchsforschungsgruppe "Die Rolle von Energiesuffizienz in Energiewende und Gesellschaft" (EnSu) vorgestellt und gemeinsam mit Beiträgen von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Die Veranstaltung wird von der Europa-Universität Flensburg, dem Wuppertal Institut und dem Öko-Institut in Kooperation mit der TU Berlin organisiert. → Programm und Anmeldung (Warteliste)
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Horizont Europa – Launch der SSH-STEM VernetzBar
Online
"SSH-STEM VernetzBar – Wo sich Wissen trifft und Innovation entsteht." Dieses Informations- und Vernetzungsangebot der Nationalen Kontaktstelle Gesellschaft zum EU-Programm Horizont Europa ist für Sozial- und Geisteswissenschaften (SSH) und MINT-Disziplinen (STEM) gedacht und auch für die Projekte der BMBF-geförderten Sozial-ökologischen Forschung interessant: Melden Sie sich auf der Plattform für das Launch Event am 2. April 2025 an: Dort erfahren Sie mehr über die Funktionalitäten der VernetzBar sowie das Konzept "SSH Integration" und erhalten in Kooperation mit den anderen Nationalen Kontaktstellen einen Einblick in SSH-geflaggte Topics in den Clustern 1, 3, 4, 5 und 6. Nutzen Sie die Chance, sich zu vernetzen, neue Horizonte zu entdecken und die Zukunft der Forschung gemeinsam zu gestalten.
→ Weitere Informationen und Registrierung
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GTPF-Jahrestagung 2025: Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung
Frankfurt am Main
Die GTPF – Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung lädt zu ihrer ersten Jahrestagung "Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung" in Frankfurt am Main ein. Die Tagung findet in Kooperation mit der tdAcademy statt. Das Projekt tdAcademy zeigt, wie das Zusammenspiel zwischen Kontexten, Formaten sowie gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wirkungen in der transdisziplinären Forschung besser verstanden werden kann. Diese Impulse werden aufgenommen in der Diskussion von gemeinsamen Herausforderungen von transdisziplinär und partizipativ Forschenden. Die Konferenz richtet sich an alle, die an der Weiterentwicklung exzellenter transdisziplinären und partizipativen Forschung arbeiten. Aufgrund der hohen Resonanz können Sie sich aktuell auf der Warteliste eintragen. Sollte ein Platz frei werden, werden Sie umgehend informiert. → Weitere Informationen und Details zur Anmeldung
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Forum für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen
Berlin | bcc Berlin Congress Center
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung laden ein – in Partnerschaft mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus Sozialunternehmen, Genossenschaften, gemeinnützigen Wirtschaftsunternehmen, Freier Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – zum "Forum für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen" am 8. April 2025 in Berlin. Das Forum soll innovativen und herausragenden Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen eine Bühne bieten. → Weitere Informationen
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Konferenz "Nachhaltige Transformation von privaten und öffentlichen Organisationen"
Online
Die Konferenz "Nachhaltige Transformation von privaten und öffentlichen Organisationen" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Projekts LATERNE und der Pluralen Ökonomik. Die globale Gesellschaft steht vor riesigen ökologischen und sozialen Herausforderungen. Private sowie öffentliche Organisationen (Unternehmen, Hochschulen, Verwaltungen etc.) stehen vor der Notwendigkeit tiefgreifender Änderungsprozesse. Viele kehren vom alleinigen Fokus auf ökonomisches Wachstum ab und wollen suffizientes Verhalten fördern. Dies stellt Organisationen vor die Herausforderung, lange etablierte Logiken und Verhaltensweisen zu hinterfragen und neue Lösungen zu entwickeln. Die Veranstaltung diskutiert Gelingensbedingungen und richtet ihren Fokus auf die Rolle von Reallaboren und Living Labs und auf Theorien organisationalen Wandels. Adressiert werden drei Organisationstypen: Unternehmen, alternative Wirtschaftsformen und Hochschulen. → Programm und Anmeldung
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"Tage des offenen Reallabors" – Anmeldung bis 15. April
Diverse Veranstaltungsorte
Die Tage des offenen Reallabors finden erstmalig vom 30. Juni bis 6. Juli 2025 statt. Die bundesweite Aktionswoche ermöglicht interessierten Personen spannende Einblicke in die Reallaborarbeit vor Ort. Zudem soll die Sichtbarkeit der Reallabore und der Austausch zwischen den Reallaboren gefördert werden. Jedes Reallabor, das zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, kann mitmachen. Das Netzwerk "Reallabore der Nachhaltigkeit" wird mit einem Rahmenprogramm, Flyern und Sichtbarkeit auf der Website unterstützen. Reallabore sind in ganz Deutschland und darüber hinaus eingeladen, für einen Tag lang ihre Türen zu öffnen. Besuchende können erfahren, was die Reallabore machen und wie sie zur Nachhaltigkeitstransformation beitragen. Mitmachen und Ihr Reallabor anmelden bis 15. April 2025. → Weitere Informationen
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Tagung "Innovative Formate für Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Hochschule" – Call for Papers bis 30. April
Universität Vechta
Drei Jahre lang hat sich das Projekt "Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen" intensiv mit der Rolle von Service Learning in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) befasst. Die Abschlusstagung "Zukunft lernen, Wandel gestalten: Innovative Formate für Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Hochschule" widmet sich diesem Thema und weiteren innovativen Lehr- und Lernformaten, die Nachhaltigkeitskompetenzen praxisnah fördern. Die Tagung wird gemeinsam mit dem INNO4BNE-Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) ausgerichtet.
→ Call for Papers: Einreichung bis 30. April 2025
→ Weitere Informationen und Anmeldung
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Neue Förderphase der MobilitätsWerkStadt 2025 – Verstetigung und Transfer
Nachhaltige Mobilitätslösungen sind essenziell, um Städte lebenswerter zu gestalten und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Doch wie lassen sich solche Lösungen langfristig in Verwaltung, Politik und Gesellschaft verankern und wie können sie auf andere Kommunen übertragen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die dritte Phase der BMBF-Fördermaßnahme MobilitätsWerkStadt 2025, deren Kick-Off am 21. Januar 2025 stattfand. Elf Projekte, die ihre erprobten nachhaltigen Mobilitätsmaßnahmen zum Transfer bereitstellen, kamen mit ausgewählten Transferkommunen, die von den Erfahrungen profitieren und vergleichbare Maßnahmen umsetzen möchten, virtuell zusammen. Diskutiert wurden Strategien zur Verstetigung und zum Transfer der Maßnahmen. Erfahren Sie hier mehr über die geplanten Aktivitäten in der neuen Förderphase.
Erfolgreiche Mobilitätsmaßnahmen – Antworten auf Herausforderungen!
Die rund 40 Teilnehmenden tauschten sich über zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze für die Verstetigung nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen aus. Wesentliche Punkte waren:
- Institutionelle Verankerung: Wie können neue Mobilitätsangebote dauerhaft in bestehende Strukturen integriert werden? Das Beispiel des On-Demand Verkehrs in der Region Hannover zeigt, dass eine zentrale Aufgabenträgerschaft für den ÖPNV förderlich für die Integration neuer Mobilitätsangebote sein kann.
- Personal und Wissenstransfer: Projekte müssen auch bei Personalwechseln kontinuierlich weitergeführt werden. Das erfordert Strategien und Formate zur Wissenssicherung und breiter aufgestellte Teams. Verschiedene Kommunen konnten bereits das Mobilitätsmanagement nachhaltig in der Verwaltung verankern, wie z. B. in Hamburg bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende.
- Finanzierung: Langfristige Finanzierungsmöglichkeiten über die Projektlaufzeit hinaus sind oft schwierig. Tarifliche Integrationen oder institutionelle Förderungen könnten Lösungen bieten.
- Gesellschaftliche Akzeptanz: Um neue Mobilitätsangebote erfolgreich umzusetzen, muss eine breite Akzeptanz geschaffen werden. Hierfür ist es notwendig, verschiedene Zielgruppen frühzeitig einzubinden mit passenden Formaten.
- Frühzeitige Einbindung politischer Entscheidungsträger auf kommunaler und regionaler Ebene: Ein gelungenes Beispiel ist das verkehrliche Leitbild der Stadt Oberursel im Taunus beschlossen von der Stadtverordnetenversammlung Dieses wurde in verschiedenen Beteiligungsformaten zusammen mit der Öffentlichkeit im Projekt pimoo (Plattform für integrierte Mobilität Oberursel) entwickelt.
Welche Transferstrategien verfolgen die Projekte?
Die Projekte der Fördermaßnahme MobilitätsWerkStadt 2025 verfolgen für die dritte Phase drei zentrale Transferstrategien: Erstens werden bewährte Konzepte direkt auf neue Standorte übertragen und skaliert, um ihre Wirksamkeit zu bestätigen und langfristig zu verstetigen. Zweitens wird der Wissenstransfer durch Vernetzungsangebote unterstützt, um Kommunen und weitere Akteure in der Umsetzung zu stärken. Drittens erfolgt die institutionelle Verankerung durch eine politische Einbindung und die Zusammenarbeit mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen.
Erfolgreicher Transfer in andere Kommunen – Wie kann das gelingen?
Die Teilnehmenden der Kick-off Veranstaltung arbeiteten wichtige Aspekte für den Transfer zwischen Kommunen heraus:
- Erfolgreiche Transferstrategien nutzen: Welche Modelle haben sich bereits bewährt, und welche Erfahrungen lassen sich auf neue Kontexte übertragen?
- Institutionelle Unterstützung in den Transferkommunen: Gibt es geeignete Anknüpfungspunkte in der Verwaltung oder kommunale Akteure, die den Transfer erleichtern?
- Bürokratische Hürden überwinden: Personalmangel und hohe bürokratische Anforderungen können Transferprozesse erschweren – wie können sie effizient gestaltet werden?
Die Projekterfahrungen legen nahe, dass diese Faktoren einen Transfer begünstigen:
- positive Erfahrungen mit der Verstetigung von Maßnahmen vor Ort,
- Bildung starker Netzwerke unabhängig von einzelnen Personen,
- mehrere übertragbare kleinere Bausteine
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Maßnahmen beim Transfer,
- geringe Kosten bei hinreichender Begleitung und Beratung der Transferkommunen.
Neues und Bewährtes in der dritten Phase
Um den Wissenstransfer weiter zu fördern, wird in dieser Phase ein neues Austauschformat eingeführt: die "Lunch Talks". In diesen einstündigen Online-Sitzungen können Projekte ihre Erkenntnisse einem größeren Fachpublikum vorstellen und gemeinsam diskutieren. Damit sollen gezielt praxisnahe Erfahrungen geteilt und neue Perspektiven eingebracht werden.
Zusätzlich sind für 2025 zwei Vor-Ort-Workshops geplant, die sowohl den inhaltlichen Austausch zu Themen wie Transferstrategien, Planungsbeschleunigung und Governance als auch die direkte Besichtigung von Mobilitätsprojekten ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Evaluation der Projekte. Die Begleitforschung wird weiterhin mit Methoden der Wirkungs- und Prozessevaluation arbeiten, um die erzielten Effekte – etwa die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, Veränderungen in der Flächennutzung und die gesellschaftliche sowie politische Akzeptanz – zu messen. Im Frühsommer 2025 findet eine letzte Erhebungsrunde statt.
Weitere Informationen
→ Website der Begleitforschung / MobilitätsWerkStadt 2025
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Impressum
Ziel des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" (SÖF) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Entwicklung von Strategien zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsprobleme. Der Förderschwerpunkt ist Teil der BMBF-Strategie "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA). Der DLR Projektträger (DLR-PT), Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, betreut den Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung im Auftrag des BMBF.
Herausgeber

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
DLR Projektträger | Umwelt und Nachhaltigkeit
Anschrift
Heinrich-Konen-Straße 1 | 53227 Bonn
Tel. +49 228 3821-1538 | Fax +49 228 3821-1540
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Redaktion
Abteilung Sozial-ökologische Forschung
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