Am 16. und 17.06.2026 lädt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zur „Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement“ ins smartvillage in Berlin-Neukölln ein. Im Mittelpunkt der diesjährigen Bundeskonferenz steht die Frage, wie Kommunen Bildungsbiografien besser unterstützen, strukturelle Barrieren abbauen und allen Menschen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebenslage – Zugänge zu besseren Bildungschancen ermöglichen können. Freuen Sie sich auf Keynotes, Impulse, Anregungen und Tipps, um kommunale Bildungslandschaften weiter zu entwickeln. In Fishbowl-Diskussionen, Fokus-Sessions, auf unserem Markt der Möglichkeiten sowie beim abendlichen Get-together laden wir Sie ein, gemeinsam Ideen auszutauschen sowie Projekte und Akteure kennenzulernen.
Die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement ist die zentrale Veranstaltung der „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ (TI). Sie wird unterstützt durch das Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement. Die Bundeskonferenz bringt seit zehn Jahren regelmäßig Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Politik, Wissenschaft und Bildungsorganisationen zusammen, um den Austausch und Fachdiskurs über die Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften und Bildungsstrukturen zu fördern. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Begleitung der geförderten Kommunen in den Programmen „Bildungskommunen“ und „Ganztag in Bildungskommunen“.
Countdown bis zur Veranstaltung
Datum & Ort
Datum und Uhrzeit:
Dienstag, 16. Juni 2026- ab 12:00 Uhr Ankommen und kleiner Imbiss
- 13:00 bis 18:30 Uhr Programm
- 18:30 bis 22:00 Uhr Get-together
Mittwoch, 17. Juni 2026
- ab 8:30 Uhr Ankommen
- 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr Programm
Ort:
smartvillage Berlin-Neukölln
Karl-Marx-Straße 101
12043 Berlin
Anmeldung:
Für die Veranstaltung können Sie sich unter folgendem Link anmelden:
→ Zur Anmeldung
Programm
Moderation: Katie Gallus
Dienstag, 16.06.2026
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 12:00 | Ankommen und Registrierung mit Mittagsimbiss |
| 13:00 | Eröffnung: Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) |
| 13:30 | Podiumsdiskussion: Bund, Länder und Kommunen zur Weiterentwicklung kommunaler Bildungslandschaften |
| 14:00 | Keynotes im Dialog: Bildungsgerechtigkeit in kommunalen Bildungslandschaften Prof. Dr. Marcel Helbig, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe Prof. Dr. Viola Georgi, Universität Hildesheim |
| 15:00 | Kaffeepause |
| 15:30 | Fishbowl-Diskussionen (Durchlauf 1): Handlungsfelder für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort |
| 16:15 | Fishbowl-Diskussionen (Durchlauf 2): Handlungsfelder für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort |
| 17:00 | Markt der Möglichkeiten: Bildungsgerechtigkeit in der Praxis |
| 18:30 | Get-together: Buffet, Musik und Austausch |
Mittwoch, 17.06.2026
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 08:30 | Ankommen |
| 09:00 | Bühnenact: Rückblick und Ausblick |
| 09:30 | Mind Opener: Bildungsungerechtigkeit trifft Ökonomie Prof. Dr. Kerstin Schneider, RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Bergische Universität Wuppertal |
| 10:15 | Kaffeepause |
| 10:45 |
Fokus-Sessions: Bildungsgerechtigkeit vor Ort gestalten
|
| 13:00 | Mittagessen |
| 14:00 | Bühnenact |
| 14:15 | Plenumsdiskussion: Zukunftsreise Bildungsgerechtigkeit |
| 14:45 | Ausblick und Verabschiedung: Dr. Andrea Ruyter-Petznek, Referatsleiterin im BMBFSFJ |
| 15:00 | Ende der Veranstaltung |
Fishbowl-Diskussionen
Alle Fishbowls in der Übersicht:
1. Gerechte Bildung für Nachhaltige Entwicklung? Wie Kommunen teilhabeentfernte Gruppen mit BNE-Angeboten erreichen
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2. Wer kommt nicht – und warum? Barrieren abbauen durch diversitätssensibles Handeln in der nachschulischen Bildung
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3. Gemeinsam zu mehr Bildungsgerechtigkeit durch strukturelle Kooperation mit der Zivilgesellschaft
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4. "Mein Leben, meine Bildung" - Mit jungen Menschen im Gespräch über Bildungsgerechtigkeit
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5. Wie können Kommunen gute Bedingungen für inklusive Ganztagsbildung schaffen?
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6. Brücken bauen in die Zukunft: Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für benachteiligte Jugendliche
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7. Mehr Bildungsgerechtigkeit durch kommunale und nachhaltig verankerte Grundbildung
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8. Mehr als Glitzer und Pappmaché: Frühkindliche Kulturelle Bildung als große Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit
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9. Bildungsgerechtigkeit und kommunale Armutsprävention zusammendenken
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10. Psychische Gesundheit als Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit
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11. Von Insellösungen zur gemeinsamen Linie: Qualitative Ferienbetreuung im Ganztag
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12. Medienkompetenz als Baustein gerechter Bildung im digitalen Zeitalter
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Markt der Möglichkeiten
Entdecken, austauschen, inspirieren lassen: Beim Markt der Möglichkeiten wird Bildungsgerechtigkeit konkret und lebendig: Initiativen, Projekte und engagierte Akteure zeigen, wie vor Ort neue Wege für gerechte Bildung entstehen und welche Rolle Kommunen dabei übernehmen können. Kommen Sie ins Gespräch, tauschen Sie sich zu Fragen und Ideen aus und nehmen Sie Anregungen für die eigene Praxis mit.
Fokus-Sessions: Bildungsgerechtigkeit vor Ort gestalten
Alle Fokus-Sessions in der Übersicht:
1. Zwischen Wegen und Grenzen - Kommunale Räume gestalten für mehr Bildungsgerechtigkeit
Räume in Kommunen sind wandelbar. Sie können durch Straßenzüge und Stadtteilgrenzen, durch Einzugsgebiete und Infrastruktur, konstruiert oder digital gefasst werden. Die Fokus- Session beleuchtet Ansätze der räumlich orientierten Bildungsforschung, -planung und -steuerung und fragt, welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus für Kommunen ableiten lassen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Welche Rolle spielen räumliche Aspekte und Gegebenheiten für die Gestaltung gerechter Bildungschancen? Wie können Kommunen Räume gestalten, die Hürden abbauen, Zugänge schaffen und weitere Benachteiligung verhindern?
2. Gemeinsame Verantwortung, gemeinsame Daten - Schulstandorte und Bildungszugänge datenbasiert gestalten
Bildungsgerechtigkeit entscheidet sich zunehmend am einzelnen Schulstandort. Damit Kommunen Bildungsangebote bedarfsgerecht und standortspezifisch planen und Zugänge zu ihnen verbessern können, brauchen sie Daten, die über institutionelle Grenzen hinweg nutzbar sind und gemeinsames Handeln ermöglichen. Hier setzt die Fokus-Session an: Sie stellt zwei Instrumente vor, die an unterschiedlichen Herausforderungen kommunaler Bildungsplanung anknüpfen – ein digitales Erhebungsinstrument zur präzisen Abschätzung zukünftiger Ganztagsbedarfe sowie ein Datenportal für kooperative Schulstandortentwicklung im Sozialraum. Beide Ansätze werden gemeinsam mit Modellkommunen erprobt und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anforderungen vor Ort.
3. Frühe Bildung für alle – Barrieren abbauen und Zugänge schaffen
Die frühe Teilhabe an Bildung ist ein zentraler Schlüssel für mehr Bildungsgerechtigkeit. Doch strukturelle Barrieren erschweren vielen Kindern und Familien den Zugang. Mit einem Impuls aus der Wissenschaft und Beispielen aus der Praxis wirft die Fokus-Session den Blick auf Hürden und Gestaltungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene. Davon ausgehend werden gemeinsam Strategien eruiert, mit denen vor Ort zielgruppennahe Zugänge geschaffen werden können, insbesondere für Kinder, Eltern und Familien, die bisher kaum erreicht werden.
4. Alle erreichen, niemanden verlieren - Analog-digital vernetzte Bildungslandschaften gerecht weiterentwickeln
Bildung entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe – doch Bildungschancen sind ungleich verteilt. In einer zunehmend digitalisierten Welt verschärfen sich bestehende Ungleichheiten, während zugleich neue Gestaltungsspielräume entstehen. Die Fokus-Session zeigt, wie Kommunen Bildungsgerechtigkeit in analog-digital vernetzten Bildungslandschaften strategisch stärken können – von Schule über Jugendhilfe bis hin zu außerschulischen Lernorten.
5. Mitreden und mitgestalten - Bildungsgerechtigkeit und demokratische Teilhabe in der Kommune stärken
Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen. Mangelnde Bildungschancen wirken sich negativ auf Teilhabe und Mitwirkung aus. Das trifft in besonderem Maße auf Kinder und Jugendliche zu. Die Fokus-Session thematisiert, wie jugendpolitische und sozialräumliche Konzepte dazu beitragen können, Zugänge zu demokratischer Teilhabe systematisch zu fördern und mehr Bildungsgerechtigkeit in der kommunalen Bildungslandschaft zu schaffen.
6. Mehr als gute Absichten - Wirkungsorientierte Steuerung als Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit
Damit Bildungsgerechtigkeit nicht nur gute Absicht bleibt, braucht es dauerhafte kommunale Strategien und zielgerichtetes Handeln. Aber wie lässt sich feststellen, dass Maßnahmen wirklich einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort leisten? Diese Fokus-Session zeigt, wie Bildungsgerechtigkeit als verbindliches Leitprinzip verankert und mit Hilfe wirkungsorientierter Steuerung verfolgt werden kann. Am Beispiel der Bildungskommune München werden mögliche Ansätze diskutiert und konkrete Instrumente vorgestellt – von der Einrichtung einer internen Beratungsstelle zur Wirkungsorientierung bis hin zur Etablierung eines Gesamtkonzeptes in der Bildungsverwaltung.
Kontakt
Bei Fragen sprechen Sie bitte das Organisationsteam vor Ort an oder wenden Sie sich gerne per E-Mail an transferinitiative@dlr.de.