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Forschende im Labor mit Impfstoff

Forschungsförderung in der Corona-Pandemie

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Impfstoffe, Medikamente, Aufklärung und Grundlagenforschung: In der Corona-Pandemie kämpft die Bundesregierung an vielen Fronten und hat millionenschwere Programme auf den Weg gebracht. An der schnellen Umsetzung zentraler Maßnahmen zur Forschungsförderung ist der DLR Projektträger in Bonn und Berlin maßgeblich beteiligt.

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03.12.2020 — Wichtige Erfolge dieser Förderung sind bereits sichtbar: Erste Studienergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Unternehmens BioNTech wecken Hoffnungen auf einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Als eines der ersten Unternehmen weltweit hat BioNTech inzwischen die Zulassung eines Impfstoffs beantragt und hofft, ihn bald in großen Mengen herstellen zu können. Das BMBF fördert das Mainzer Unternehmen als eine von drei Firmen im Rahmen seines Sonderprogramms zur Impfstoff-Forschung und -Entwicklung. Die beiden anderen geförderten Firmen sind CureVac aus Tübingen und IDT Biologika aus Dessau. Mit der Umsetzung dieses mit insgesamt bis zu 750 Millionen Euro ausgestatteten Programms ist der DLR-PT beauftragt und hat so dazu beigetragen, die Kompetenzen in der medizinischen Forschung und Entwicklung in Deutschland schnell zu mobilisieren.

Zuverlässiger Partner bei zentralen Maßnahmen

Einzigartig in der medizinischen Forschung Deutschlands ist die Bündelung wissenschaftlicher Expertise im Nationalen Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu Covid-19, kurz „Netzwerk Universitätsmedizin“ (NUM). Dieses Netzwerk brachte das BMBF schon im März 2020 auf den Weg und stellt dafür bis zu 150 Millionen Euro bereit. NUM wird neue Erkenntnisse zur bestmöglichen Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten gewinnen. Das Netzwerk führt sowohl Diagnostik- und Behandlungsstrategien als auch Forschungsfragen der deutschen Universitätskliniken zusammen und wertet sie aus, damit die Klinken in der akuten Pandemie stetig von und miteinander lernen können. Der DLR-PT betreut das Netzwerk fachlich und administrativ; darüber hinaus ist er in der Nationalen Task Force vertreten, die das Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik steuert.

Auf internationaler Ebene gehört Deutschland zu den Gründungsmitgliedern der weltweiten Impfstoff-Initiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations). Im Zuge der Pandemie stellt das BMBF zusätzliche Mittel in Höhe von 230 Millionen Euro zur Förderung der Impfstoffentwicklung im Rahmen von CEPI bereit. Auch diese Maßnahme wird inhaltlich von Expertinnen und Experten unseres Hauses begleitet.

Zum besseren Verständnis des Virus und zur Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 hatte das BMBF Anfang März 2020 einen Förderaufruf im Umfang von 45 Millionen Euro gestartet. Diese Initiative betreut ebenfalls der DLR-PT – unter Hochdruck hat er die Förderrichtlinie mitkonzipiert, die internationale Begutachtung von über 500 eingereichten Projektskizzen und die Bewilligung von 90 Projekten organisiert. Die ersten Projekte konnten so bereits vier Wochen nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie ihre Arbeit aufnehmen.

Informationen für eine breite Öffentlichkeit

Einen wichtigen Beitrag leistet der DLR Projektträger auch über das Fördermanagement hinaus, indem er die externe Kommunikation des BMBF intensiv unterstützt. Dies geschieht über das Internetportal gesundheitsforschung-bmbf.de, das die Fachkommunikation im Bereich Gesundheit redaktionell im Auftrag des BMBF betreut. Der Webauftritt richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. Er informiert über die aktuelle Corona-Forschung und stellt wichtige Ergebnisse vor. Zudem haben die Gesundheits- und Kommunikationsexpertinnen und -experten des DLR-PT ein umfangreiches Dossier erstellt, das die bereits seit 2006 laufende Förderstrategie des BMBF zur Erforschung der Coronaviren skizziert. Auf seinen eigenen Internetseiten bietet das BMBF ein Informationsportal zum Coronavirus an – auch dazu trägt der DLR-PT bei.

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