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Internationale Flaggen mit grünen Blättern

DLR Projektträger unterstützt EU bei internationalen Klimaverhandlungen

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Der Klimaschutz zählt zu den politischen Schwerpunkten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Die IPCC-Koordinierungsstelle im DLR Projektträger hat nun das Bundesumweltministerium und das Bundesforschungsministerium bei den „Climate Change Dialogues“ unterstützt, die bis vom 23. November bis zum 4. Dezember durchgeführt wurden.

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08.12.2020 — Auch wenn die Corona-Pandemie zurzeit im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, schreitet der Klimawandel weiter voran. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass der fast weltweite Lockdown zu einem abrupten Rückgang der globalen CO2-Emissionen im ersten Halbjahr 2020 um fast neun Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vorigen Jahr geführt hat. Das ist mehr als nach vergangenen Wirtschaftskrisen. Dennoch hat die globale Durchschnittsemperatur in diesem Jahr wieder einen Rekordwert erreicht, weil weiterhin fossile Brennstoffe verfeuert und nach wie vor große Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert werden.

DLR-PT berät Akteure der Klimapolitik

Trotz schwerer Einschnitte bei den wirtschaftlichen Aktivitäten und der Lebensqualität während der Corona-Pandemie ist der Rückgang der CO2-Emissionen nur vorübergehend. Der Weltklimarat IPCC hat gezeigt, dass der Klimawandel nur gestoppt werden kann, wenn die Emissionen auf netto null gesenkt werden, weil ein Großteil des CO2 für viele Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleibt. Diese Erfahrung macht deutlich, dass eine nachhaltige Transformation erforderlich ist. Die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle im DLR-Projektträger treibt den Wandel mit wissenschaftsbasierter Politikberatung voran. Wir unterstützen zum Beispiel die Bundesregierung bei den virtuellen Beratungen der Vereinten Nationen zum Schutz des Weltklimas. Schwerpunkt der Arbeit ist es, gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen anderer EU-Mitgliedstaaten darauf hinzuwirken, dass sich die internationale Klimapolitik noch mehr an den Aussagen der Klimawissenschaft orientiert.

Wegen der Corona-Pandemie wurden die diesjährigen UN-Klimakonferenzen auf nächstes Jahr verschoben. Statt wie ursprünglich geplant im Sommer in Bonn bei der Nebenorgantagung und dieser Tage in Glasgow beim jährlichen Klimagipfel zu verhandeln, trafen sich die Staaten bei den „Climate Change Dialogues“ im Internet und in virtuellen Räumen. Expertenworkshops und zahlreiche Informationsveranstaltungen bereiteten die Verhandlungen im nächsten Jahr vor. VertreterInnen des DLR-PT nahmen aktiv im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesforschungsministeriums (BMBF) an diesen Beratungen teil und vertraten die EU bei fachlichen Dialogen mit Wissenschaftsbezug. Die Klimadialoge bieten den Vertragsstaaten Möglichkeiten, sich über den Verhandlungsstand auszutauschen, auch wenn Entscheidungen erst wieder bei physischen Treffen im kommenden Jahr getroffen werden können.

Die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle im DLR-PT

Die EU-Delegation in den Klimaverhandlungen wird durch zahlreiche ExpertInnengruppen fachlich unterstützt. Diese Gruppen bereiten mit allen EU-Mitgliedsstaaten abgestimmte Positionen zu den vielen Einzelthemen der Klimaverhandlungen vor. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle im DLR-Projektträger das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesforschungsministerium (BMBF) in der ExpertInnengruppe Wissenschaft. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in diesem Halbjahr tritt der DLR-Projektträger erstmalig sogar in leitender Funktion auf. Zentrale Aufgabe des DLR-Projektträgers ist es dabei, den Transfer von Erkenntnissen aus der Wissenschaft in das Team der EU-VerhandlerInnen institutionell zu verstärken und neue Optionen für eine umfassendere Berücksichtigung wissenschaftlicher Informationen, insbesondere aus IPCC-Berichten, zu erarbeiten. Dabei geht es auch darum, das Verständnis für wissenschaftliche Aussagen zum Klimawandel, die damit verbundenen Risiken und Lösungsoptionen sowie Synergien mit anderen Zielen der nachhaltigen Entwicklung zu stärken.

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